Vor ihrem Drittrunden-Duell bei den French Open sorgt Oleksandra Olijnykowa mit scharfen Aussagen über ihre Gegnerin Diana Shnaider für Wirbel. Die Ukrainerin kritisierte die russische Tennisspielerin wegen deren Teilnahme an einem von Gazprom unterstützten Turnier und zog dabei einen drastischen historischen Vergleich.
Olijnykowa, die auch in Paris immer wieder auf den russischen Angriffskrieg gegen ihr Heimatland aufmerksam macht, zeigte sich insbesondere über Shnaiders Auftritt beim umstrittenen Gazprom-Turnier empört. Für die 25-Jährige ist die Teilnahme an einem Bewerb, der von einem russischen Staatskonzern unterstützt wird, nicht akzeptabel.
"Das Turnier wird von einem Unternehmen organisiert, das Kriegsverbrechen finanziert", erklärte Olijnykowa. Aus ihrer Sicht unterstütze man durch die Teilnahme indirekt eine Organisation, die den russischen Krieg gegen die Ukraine mitfinanziere.
Besonders für Aufsehen sorgte ein drastischer Vergleich der Ukrainerin. Sie erklärte, für sie sei die Situation vergleichbar damit, im nationalsozialistischen Deutschland an einem Turnier teilzunehmen, das von einem Unternehmen organisiert werde, das eng mit den damaligen Machthabern verbunden gewesen sei.
Olijnykowa betonte zudem, dass ihre Heimat direkt unter den Folgen des Krieges leide. Die Angriffe auf ihre Heimatstadt würden ihrer Ansicht nach auch durch Einnahmen großer russischer Staatsunternehmen finanziert. Gleichzeitig kritisierte sie, dass Shnaiders Verhalten ihrer Meinung nach international zu wenig thematisiert werde.
Damit ist schon vor dem Aufeinandertreffen auf dem Court für zusätzliche Brisanz gesorgt. Dass die beiden Spielerinnen abseits des Platzes freundschaftliche Gesten austauschen werden, gilt als äußerst unwahrscheinlich.