Experten warnen

"Besonders stark": El Niño sorgt für Wetter-Extreme

El Niño könnte heuer laut Copernicus besonders stark ausfallen und weltweit das Risiko für Wetterextreme deutlich erhöhen.
Newsdesk Heute
10.06.2026, 23:00
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Weltweit zeigen Wetterprognosen laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus immer deutlicher, dass das Wetterphänomen El Niño heuer besonders stark ausfallen könnte. "Vom 1. Mai bis zum 1. Juni haben im Grunde alle Modelle ihre Prognosen nach oben korrigiert", sagte der Copernicus-Leiter Carlos Buontempo am Mittwoch zur Nachrichtenagentur AFP. Das spreche für ein "moderates bis starkes beziehungsweise wahrscheinlich starkes bis rekordverdächtiges Ereignis".

El Niño tritt natürlich auf und sorgt dafür, dass sich die Wasseroberfläche im Pazifik erwärmt. Das hat weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge. Dadurch steigt das Risiko für Wetterextreme. Normalerweise kommt El Niño alle zwei bis sieben Jahre vor und dauert zwischen neun und zwölf Monate.

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Laut Copernicus rechnen derzeit 75 Prozent der weltweiten Vorhersagemodelle, die in die El Niño-Prognose einfließen, damit, dass die Meerestemperaturen in Teilen des Pazifiks bis November um 2,5 Grad Celsius oder mehr über den Durchschnitt steigen. Seit 1878 gab es erst drei El Niño-Ereignisse, bei denen die Zwei-Grad-Marke überschritten wurde – zuletzt in den Jahren 2015 und 2016.

Die Welt-Meteorologieorganisation WMO betont, dass es bisher keine Hinweise darauf gibt, dass der Klimawandel die Häufigkeit oder Stärke von El Niño erhöht. Der Klimawandel kann allerdings die mit dem Wetterphänomen verbundenen Extremwetterereignisse verstärken.

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