ORF-Experte alarmiert

"Wohl stärkster El Niño der Messgeschichte steht bevor"

ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber warnt vor einem möglichen Rekord-El-Niño. Das Wetterphänomen könnte auch Österreich beeinflussen.
Newsdesk Heute
05.06.2026, 20:11
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"Der wohl stärkste El Niño der Messgeschichte steht bevor." Mit dieser Prognose sorgt ORF-Wetterexperte Manuel Oberhuber für Aufsehen. Auf X veröffentlichte er die neuesten Berechnungen für den tropischen Pazifik und verwies auf außergewöhnliche Temperaturabweichungen.

"Neuer Monat, neue El Niño Prognose für den Pazifik", schreibt Oberhuber. Selbst wenn die bisherige Erwärmung durch den Klimawandel aus den Daten herausgerechnet werde, zeigten die Modelle Werte von bis zu plus drei Grad. Für Meteorologen ist das ein deutliches Warnsignal.

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El Niño zählt zu den wichtigsten Klimaphänomenen der Erde. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser im tropischen Pazifik ungewöhnlich stark. Die Auswirkungen reichen weit über Südamerika hinaus und können Wetterabläufe auf dem gesamten Globus verändern.

Kommt jetzt der nächste Rekordsommer?

Noch lässt sich nicht vorhersagen, wie stark Österreich tatsächlich betroffen sein wird. Klar ist aber: Starke El-Niño-Ereignisse gehen weltweit oft mit neuen Temperaturrekorden einher. Die globale Durchschnittstemperatur steigt in solchen Jahren häufig zusätzlich an.

Für Österreich könnte das die Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen, Trockenperioden und Tropennächte erhöhen. Gleichzeitig kann eine wärmere Atmosphäre mehr Feuchtigkeit speichern. Das wiederum begünstigt heftige Gewitter und Starkregenereignisse.

Experten mahnen jedoch zur Vorsicht. El Niño bestimmt das Wetter in Mitteleuropa nicht direkt. Ob Österreich tatsächlich einen außergewöhnlich heißen Sommer erlebt, hängt von zahlreichen weiteren Faktoren ab. Dennoch beobachten Klimaforscher die Entwicklung im Pazifik derzeit mit besonderer Aufmerksamkeit.

Entscheidende Monate stehen bevor

Besonders brisant: Die Weltmeere befinden sich bereits auf einem historisch hohen Temperaturniveau. Sollte sich tatsächlich ein außergewöhnlich starker El Niño entwickeln, könnte das weltweit neue Wärmerekorde auslösen.

Noch handelt es sich um Prognosen. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob die aktuellen Modellrechnungen recht behalten. Die Signale werden allerdings von Monat zu Monat deutlicher.

Und genau das macht vielen Meteorologen Sorgen: Die aktuellen Berechnungen zeigen nicht irgendeinen El Niño, sondern womöglich ein Ereignis, das in den Messreihen seinesgleichen sucht.

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