Elektroautos sind nicht nur gut fürs Klima - sie verbessern auch die lokale Luftqualität deutlich. Das zeigt eine aktuelle Studie aus Kalifornien. Je mehr batterieelektrische Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind, desto geringer ist die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO₂), einem Schadstoff, der Bronchitis und Asthma auslösen kann.
Forscher der USC haben 1.692 Nachbarschaften in Kalifornien untersucht. Sie nutzten hochaufgelöste Satellitendaten, um den Ausstoß von Stickstoffdioxid zu messen. Das Gas entsteht vor allem bei der Verbrennung von Benzin und Diesel. Gleichzeitig verknüpften die Wissenschaftler die Daten mit öffentlichen Informationen über zugelassene Elektroautos, Plug-in-Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge in den einzelnen Regionen. Wie das deutsche Fachmagazin Forschung und Wissen berichtet, zeigen die Satellitendaten, wie das Gas das Sonnenlicht absorbiert und reflektiert - dadurch lässt sich die Luftverschmutzung genau messen.
Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Elektromobilität verbessert nachweislich die Luftqualität und schützt damit die Gesundheit. Die Forscher betonen, dass "Kaliforniens Übergang zu Elektrofahrzeugen bereits messbare Unterschiede in der Luft macht, die wir atmen." Zwar sei die vollständige Elektrifizierung noch lange nicht erreicht - doch die Studie zeigt, dass der Umstieg bereits wirkt.
In einer Anschlussstudie wollen die Wissenschaftler untersuchen, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen der Zahl der Elektroautos und Notaufnahmebehandlungen wegen Asthma gibt. Die aktuelle Studie wurde im Fachmagazin The Lancet Planetary Health veröffentlicht.