Kuriose Szene

Elfer in der Bundesliga – VAR meldet sich per Handy

Die SV Ried startete mit einem 2:1-Erfolg gegen die WSG Tirol in die Qualifikationsgruppe der Bundesliga. Nach einer kuriosen VAR-Szene.
Sport Heute
15.03.2026, 14:04
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Zwei Elfmeter-Tore brachten den Innviertlern den 2:1-Erfolg über die Tiroler und Platz zwei der Qualifikationsgruppe hinter den punktgleichen Altachern. Erst traf Kingstone Mutandwa vom Punkt (45+6.), dann netzte Philipp Pomer in der 85. Minute spät per Strafstoß. Zuvor hatte Ademola Ola-Adebomi auf 1:1 gestellt (81.).

Besonders kurios dabei war die Entstehung des ersten Strafstoßes nach einem Handspiel von Lukas Sulzbacher im eigenen Strafraum – eine diskutable Szene. Sulzbacher war gegen Nikki Havenaar ins Kopfball-Duell gegangen, der Ball sprang an seinen Arm, ob dieser eine natürliche Bewegung machte, wurde heiß diskutiert. "Das ist meiner Meinung nach das Problem des VAR. Der Point of Contact ist oft ein Standbild. Um eine Bewegung beurteilen zu können, braucht man ein Bewegtbild. Havenaar schiebt ihn da hinein. Ich verstehe nicht, warum der VAR eingreift, es war keine klare Fehlentscheidung", meinte auch Tirol-Trainer Philipp Semlic.

"Viele Schiedsrichter haben nur wenig Fußball gespielt, bevor sie diese Karriere eingeschlagen haben. Aber ja, wir nehmen das so hin", hatte auch Klub-Boss Stefan Köck mit dem Elfmeterpfiff gehadert.

VAR meldete sich per Handy

Der war allerdings äußerst kurios zustande gekommen. Denn Video-Referee Isa Simsek meldete sich beim Vierten Offiziellen der Partie, Manuel Baumann, mittels Handy-Telefon. Der Referee am Spielfeldrand gab dies dann an Hauptschiedsrichter Jakob Semler weiter. Funk-Probleme hatten den Handy-Eingriff aus der neuen VAR-Zentrale am ÖFB-Campus in Wien-Aspern nötig gemacht.

Semler schaute sich die Szene letztendlich selbst vor dem VAR-Bildschirm an und gab den umstrittenen Elfmeter. "Ich springe ganz normal hoch, er rennt in mich hinein. Es hat auch kein Ried-Spieler einen Elfer reklamiert", schüttelte Sulzbacher selbst den Kopf.

"Es waren fünf Spiele ohne Sieg, dieser unterstreicht jetzt unsere mentale Komponente", jubelte Ried-Trainer Maximilian Senft.

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