Rapid musste am vergangenen Sonntag in der 22. Bundesliga-Runde abliefern, und hat es geschafft. Die Grün-Weißen fuhren den nötigen Sieg gegen Red Bull Salzburg ein, schoben sich mit dem 1:0 noch in die Top Sechs – Rapid ist nach der Punkteteilung Fünfter, hat bloß drei Zähler Rückstand auf die Tabellenspitze.
Nun steigt das sofortige Rückspiel. Das Team von Coach Johannes Hoff Thorup gastiert am Sonntag (14.30 Uhr) zum Start der Meistergruppe in Salzburg. "Wir wissen, dass es fußballerisch nicht das Beste war. Wichtig war es, hinten sicher zu stehen, die Null zu halten. Das war das Ziel, haben wir hinbekommen", erklärte Rapids Abwehr-Ass Jannes Horn, der in den letzten drei Spielen in Folge startete.
Es geht wieder gegen die Bullen, für den Deutschen ein Vorteil. "Wir können aus dem Spiel viel lernen, sehen, was wir besser machen können, um mehr Torchancen zu kreieren. Es ist gut, dass wir gleich wieder gegen Salzburg spielen, da kann man das Spiel direkt als Analyse nehmen, schauen, wo Salzburg Schwächen und wir Stärken haben", erklärte Horn mit Blick auf das Duell am Sonntag. Der 29-Jährige betonte: "Dann bin ich optimistisch, dass wir auch in Salzburg drei Punkte holen können."
Der Stein, der auch dem Deutschen vom Herzen fiel, war groß, wie Horn zugeben musste. "Besonders nach unserem Saisonstart haben wir nicht mehr damit gerechnet, dass wir noch einmal in die Lage kommen, am letzten Spieltag gewinnen zu müssen, um in die Top Sechs einziehen zu können", so der variabel einsetzbare Abwehrspieler.
Tatsächlich legte Rapid unter Ex-Trainer Peter Stöger den besten Saisonstart aller Zeiten hin. Grün-Weiß führte die Tabelle mit 16 Punkten aus sechs Spielen an, lag ungeschlagen auf Platz eins. In den 16 Runden danach fuhr Rapid bloß 17 Punkte ein und rutsche auf den letzten Abdrücker noch in die Meistergruppe. Das kostete Stöger den Job, Interimstrainer Stefan Kulovits übernahm mit geringem Erfolg, ehe der Däne Hoff Thorup zu Jahresbeginn zum Klub geholt wurde.
"Wir haben es uns selbst eingebrockt mit nicht guten Leistungen. Deshalb war die Freude enorm groß. Es ist für den ganzen Verein enorm wichtig, für uns als Spieler auch. Es ist unser Anspruch, in die Top Sechs zu kommen. Jetzt sind wir befreiter vom Kopf her, können hoffentlich befreiter aufspielen", meinte Horn. Immerhin: Rapid gewann zwei der letzten drei Spiele, holte sieben Punkte.
Die Meisterrunde beschließt am Sonntag das Spiel Austria Wien gegen Sturm Graz (17 Uhr).