Eltern fordern Tests für Schüler und Lehrer-Impfpflicht

Schülerinnen mit Masken im Unterricht
Schülerinnen mit Masken im Unterrichtpicturedesk.com
Für die Rückkehr in den Präsenzunterricht fordern Elternvertreter wöchentliche Coronatests für Schüler und eine Impfpflicht für Lehrer.

Österreich befindet sich derzeit im dritten harten Lockdown. Dieser wird bis 24. Jänner dauern. Schüler sollen allerdings bereits am 18. Jänner in ihre Klassen zurückkehren, wie Bildungsminister Heinz Faßmann am Montag bekannt gab.

Doch dieser Termin wackelt nun wieder, denn ÖVP-Klubchef August Wöginger behauptete zuvor, dass die Schulen bis 24. Jänner geschlossen bleiben würden: "Ja, Lockdown ist Lockdown." Wann nun der genaue Präsenzunterricht beginnt, bleibt offen. Laut Faßmann wäre auch ein späterer Termin möglich, sollten es die Infektionszahlen erfordern oder die Gesetze geändert werden. Eine endgültige Entscheidung soll "zeitnah" fallen.

Elternvertreter sind darüber nicht erfreut. Sie fordern rasche Informationen diesbezüglich. Weiters sprach sich der Dachverband der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen für wöchentliche Corona-Tests für Schüler und eine Impfpflicht für Lehrer aus, um eine Rückkehr in den Präsenzunterricht zu ermöglichen.

Woche ab 18. Jänner für Tests und Impfungen nützen

Sprecherin Evelyn Kometter glaubt nicht mehr an das vom Bildungsministerium ausgegebene Ziel, am 18. Jänner wieder mit dem Präsenzunterricht zu beginnen. Die Woche bis zum 24. Jänner solle deshalb wenigstens dafür genutzt werden, die Schüler durchzutesten und Lehrer zu impfen.

Der Unterricht wird wie üblich nach den Weihnachtsferien am 7. Jänner mit Distance Learning beginnen. An den Schulen wird es nur Betreuung für jene geben, die Bedarf anmelden.

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"Sämtliche Eltern sind sehr erbost über diese Situation. Es ist keinerlei Planungssicherheit gegeben, weder für Schüler und Eltern, noch Lehrer", kritisierte Kometter im Gespräch mit der APA. Den Schülern werde seit Monaten Enormes abverlangt und auch wenn der Fernunterricht mittlerweile teilweise sehr gut funktioniere, wäre eine zusätzliche Woche Distance Learning "ein Wahnsinn", vor allem für die älteren Schüler.

Lehrer drohen vermehrt mit "Nicht genügend"

So gab es etwa Fälle in allen Bundesländern, in denen in der Sekundarstufe 1 (Mittelschule, AHS-Unterstufe) und Sekundarstufe 2 (v.a. AHS-Oberstufe, BMHS) Lehrer vor Weihnachten im großen Stil blaue Briefe als Vorwarnung vor einem "Nicht genügend" in der Schulnachricht verschickt hätten.

Ihre Begründung: Weil sie es nicht geschafft hätten, in der Zeit des Präsenzunterrichts eine Schularbeit oder einen Test durchzuführen, fehle ihnen eine Beurteilungsgrundlage. Davon seien auch Schüler betroffen gewesen, die üblicherweise auf einem Gut oder Befriedigend stünden, so Kometter.

Wenn nun der Unterricht tatsächlich erst am 25. Jänner wieder losgehen sollte, würde das noch weniger Zeit für Prüfungen bedeuten, kritisiert die Sprecherin. 

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