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Ende eines Kultautos: GM lässt Hummer sterben

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:04

Der geplante Verkauf der Geländewagenmarke Hummer nach China ist gescheitert. Berichten zufolge stoppte die Regierung im Reich der Mitte den Deal, da der Spritfresser nicht mit dem neuen Umweltbewusstsein des Landes vereinbar sei. Eigentümer General Motors hat daher beschlossen, Hummer endgültig den Todesstoß zu versetzen.

Der US-Automobilkonzern General Motors zieht beinhart die Pläne durch, sein Portfolio von bisher acht auf vier Marken zu reduzieren. Zu den Opfern gehört auch der zivile Hummer. Der militärische Urvater des Straßenungeheuers HumVee wird aber weiterhin produziert.

Ursprünglich hätte die chinesische Maschinenbaufirma Sichuan Tengzhong Heavy Industrial Machinery die Marke inklusive Produktionsstätten und Vertriebsnetzwerk übernehmen sollen. Die Verhandlungen zogen sich jedoch hin, bis sie gestern endgültig platzten.

Umweltbedenken in China

Laut Insiderinformationen verweigere die Regierung in Peking ihre Zustimmung zu dem Geschäft. Offenbar stoßen sich die Machthaber am hohen Spritverbrauch des Hummers, der auf 100 Kilometer leicht 30 Liter Benzin brauchen kann. Dies passe nicht zum neu ausgegebenen Ziel, die Umweltverschmutzung im Land zu senken und die heimische Autoindustrie zur Entwicklung verbrauchsarmer Fahrzeuge zu motivieren. Offiziell gibt es aber bislang keine Stellungnahme der Regierung.

Medienberichten zufolge hätte Tengzhong zwischen 110 und 150 Millionen Euro für Hummer zahlen sollen. Vor zwei Jahren hatte GM von potenziellen Käufern noch umgerechnet 370 Millionen Euro verlangt.

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