Kurz vor dem großen Finale des Dschungelcamps bricht Gil Ofarim (43) sein Schweigen um den Davidstern-Skandal und entfacht damit neue Kontroversen. Am Lagerfeuer spricht der 43-Jährige überraschend offen über den Vorfall in einem Leipziger Hotel und stellt dabei die Echtheit des damaligen Überwachungsvideos infrage.
Im Gespräch mit Mitcamperin Simone Ballack (49) erklärt Ofarim, die verbreiteten Aufnahmen seien angeblich nicht das Original. "Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist. Es wurde nachgewiesen, dass Sekunden vom Band gefehlt haben", behauptet der Sänger. Zusätzlich verweist Ofarim auf einen Zeugen, der seine Davidstern-Kette gesehen haben wolle.
Die neuen Aussagen des Sängers stehen jedoch im deutlichen Widerspruch zu den Erkenntnissen aus dem Strafverfahren vor dem Landgericht Leipzig. Dort wurden die Videoaufnahmen aus der Hotellobby intensiv analysiert.
Ein Digitalforensiker der Hochschule Mittweida kam in seinem Gutachten zu dem Schluss: "Die Kette wurde nicht sichtbar getragen vor dem Hotel, nach Betreten der Lobby, am Schalter/Desk und beim Verlassen des Hotels bis 19.46 Uhr." Auch mithilfe hochauflösender Bildbearbeitung konnte kein Davidstern auf den relevanten Sequenzen von Ofarim erkannt werden.
Zusätzliche Ermittlungen untermauerten diese Einschätzung. Bei einer polizeilichen Nachstellung des Vorfalls trug ein Beamter ein ähnliches Outfit wie der Sänger an jenem Abend und eine Davidstern-Kette, die auf Vergleichsaufnahmen deutlich sichtbar war.
Schon Gil Ofarims Verteidigung verwies während des Prozesses auf das technische Zeitloch von wenigen Sekunden in einem der Videoclips. Ein Sicherheitstechniker erklärte daraufhin aber: "Eine Manipulation ist nicht denkbar."