Wer beim Ikea-Besuch auf den klassischen Hotdog nicht verzichten will, braucht derzeit starke Nerven – zumindest, wenn es um die entscheidende Zutat geht. Denn ausgerechnet die Essiggurkerl, für viele das Herzstück des Snacks, sind aktuell Mangelware. Zuvor war es Wie waren die Gurken in diversen Filialen Deutschlands schon aus.
Nachdem es bereits in mehreren deutschen Filialen zu Lieferproblemen gekommen ist, hat der Engpass nun auch Österreich erreicht. Am Samstag wurden Kunden im Ikea-Bistro in der Shopping City Süd (SCS) in Vösendorf mit einem deutlichen Hinweis konfrontiert. Ein "Heute"-Leserreporter stand schon kurz nach Öffnung um 9 Uhr vor einem Schild, das die Situation erklärte.
Darauf heißt es sinngemäß: Die Essiggurken seien derzeit nicht verfügbar, man arbeite aber intensiv daran, den gewohnten Service so rasch wie möglich wieder anbieten zu können. Für viele Besucher kam diese Nachricht überraschend – immerhin gehört das Gurkerl für zahlreiche Hotdog-Connaisseure fix zum Geschmackserlebnis dazu.
Schon Anfang April hatte Ikea Österreich durchblicken lassen, dass es vereinzelt zu Engpässen kommen könnte. Damals betonte man noch, die Versorgungslage sei insgesamt stabil. Gleichzeitig wurde aber eingeräumt, dass kurzfristige Ausfälle in einzelnen Bistros nicht ausgeschlossen werden können. Hinter den Kulissen lief zu diesem Zeitpunkt bereits die Suche nach Lösungen.
IKEA Vösendorf ist mit jährlich rund fünf Millionen Besuchern nicht nur das größte, sondern auch das meistfrequentierte Einrichtungshaus von IKEA in Österreich. Der umfassende Umbau 2025 stand auch im Zeichen der Nachhaltigkeit: zwei große Photovoltaik-Anlagen auf Dach und Carport sollen jährlich 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom liefern.
Jetzt greift der Möbelriese tatsächlich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Eine Sprecherin erklärte, dass man in den kommenden Monaten womöglich auf Gurkenwürfel umsteigen werde. Wörtlich heißt es: "Wir werden unsere Gurkenscheiben gegebenenfalls durch Gurkenwürfel ersetzen." Für viele Kunden dürfte das ein ungewohntes Bild im Hotdog sein.
Die Umstellung ist allerdings nur als Übergang gedacht. Laut dem Unternehmen soll sich die Lage bis Ende des Sommers wieder entspannen. Dann sollen auch die klassischen Gurkenscheiben wieder wie gewohnt verfügbar sein. Bis dahin heißt es für Ikea-Fans: flexibel bleiben.