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Entführer von Cleo (4) spielte mit Puppen

Terry K., der Entführer der vierjährigen Cleo, erschien erstmals vor Gericht. Im Netz tauchen derweil Fotos auf, die ihn mit Kinderpuppen zeigen.

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Der 36-Jährige posiert auf Facebook mit Puppen.
Der 36-Jährige posiert auf Facebook mit Puppen.
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Nach der Rettung der vermissten Cleo Smith in Australien ist gegen den Entführer Anklage erhoben worden. Dem 36-jährigen Terry K. wird vorgeworfen, ein Kind unter 16 Jahren in seine Gewalt gebracht zu haben, was allgemein als "Kindesentführung" bezeichnet wird, berichtete der australische Sender ABC am Donnerstag unter Berufung auf die Justiz.

Die Vierjährige war Mitte Oktober nachts von einem Campingplatz aus dem Familienzelt verschwunden. 18 Tage lang fehlte von ihr jede Spur, bis sie am frühen Mittwochmorgen aus K.s verschlossenem Haus befreit wurde.

Beschuldigte zeigt kaum Emotionen

Derweil kommen immer mehr Details zum Täter ans Tageslicht. Nachbarn beschrieben den Verdächtigen gegenüber dem Portal "WAtoday" als Einzelgänger. In letzter Zeit habe er sich aber verdächtig verhalten. Zahlreichen Medienberichten zufolge soll er eine Obsession für Puppen haben und in seinem Haus auch viele Exemplare gesammelt haben.

In sozialen Netzwerken kursiert ein Video, auf dem er sich angeblich in einem Zimmer voller Puppen gefilmt haben soll. Cleo selbst soll mit Spielzeug beschäftigt gewesen sein, als Beamte sie in dem Haus entdeckten.

Auf Social Media zeigte er Kinderfotos

Terry K. soll laut ersten Erkenntnissen mehrere gefälschte Profile in sozialen Netzwerken erstellt haben, auf denen er Bilder einer imaginären Familie postete: Auf einigen gibt es Fotos von Kindern und Familienmitgliedern. Seine Nachbarn aber behaupten, dass der Mann keine Kinder hat.

Besonders verstörend: Einer von K.s mehreren Social-Media-Accounts folgte auch dem Profil von Cleos Mutter, Ellie Smith, die nach dem Verschwinden ihrer Tochter um Hilfe gebeten hatte.

Der Mann habe bei der Anklageerhebung kaum Emotionen gezeigt, hieß es weiter. Auf die Frage, ob er die Vorwürfe verstanden habe, habe er lediglich genickt. Eine Freilassung auf Kaution habe er nicht beantragt. Während seines Auftritts vor Gericht soll der 36-Jährige mehrmals die Journalisten und Journalistinnen auf der Besuchertribüne angestarrt und ihnen gedroht haben, er würde sie holen, wenn er aus dem Saal komme, wie "The Sydney Morning Herald" berichtet.

Nach Auffassung der Polizei hatte Terry K. bei Cleos Entführung "vollkommen allein" gehandelt, wie der leitende Ermittler Rod Wilde sagte. Die Polizei geht von einer ungeplanten und spontanen Entführung des Mädchens aus. Der Mann war demnach nicht als Sexualstraftäter bekannt.

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    Getty Images (Symbolbild)