Millionen Österreicher müssen jetzt ganz stark sein! Der geliebte altmodische Papierführerschein stirbt endgültig aus. Doch nicht nur Besitzer der rosa Papierzettel geraten unter Zugzwang: Auch Hunderttausende frühe Scheckkarten-Besitzer laufen Gefahr, bald mit einem ungültigen Dokument unterwegs zu sein. Was auf Österreichs Lenker zukommt, wo die gefährlichen Stolperfallen lauern und warum du jetzt dein Passfoto genau prüfen solltest!
Wer kennt sie nicht, die vergilbten, zerfledderten rosa Papierdokumente im Geldbörsl? Seit Jahrzehnten begleiten sie Herr und Frau Österreicher durch den Straßenverkehr. Bei Verkehrskontrollen sorgt das Jugendfoto von damals zwar oft für Schmunzeln bei der Polizei, doch bisher liefen die Lappen auch nach Jahrzehnten nicht ab. Damit ist jedoch bald Schluss und auch der rosa Schein erhält ein Ablaufdatum.
Österreichs Führerscheinwesen befindet sich mitten im größten Umtauschprozess der Geschichte. Grundsätzlich gibt es ein fixes Stichtagsdatum, das sich jeder Autofahrer rot im Kalender anstreichen sollte: Der 19. Jänner 2033. Bis zu diesem Tag bleiben alle Papier- und Scheckkartenführerscheine, die vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellt wurden, voll gültig – sofern im Einzelfall keine gesundheitlichen Einschränkungen oder Befristungen vorliegen.
Achtung: Auch wenn auf deiner alten Scheckkarte kein Ablaufdatum steht – die Gültigkeit endet automatisch 2033!
Spätestens dann müssen sämtliche Alt-Dokumente in eine moderne EU-Scheckkarte umgeschrieben werden. Achtung, tückische Detailfalle: Auf alten Scheckkarten (ausgestellt vor 2013) ist auf der Karte selbst oft kein Ablaufdatum eingedruckt! Dennoch erlischt die Gültigkeit des Dokuments per Gesetz automatisch am 19. Jänner 2033. Wer glaubt, er könne die Plastikkarte unbegrenzt nutzen, irrt gewaltig!
Wer meint, er könne sich beruhigt bis 2033 zurücklehnen, sollte jetzt ganz genau nachsehen. Es gibt nämlich klare gesetzliche Ausnahmen, die Lenker schon viel früher zum Behördengang zwingen. Das betrifft vor allem zwei kritische Punkte:
Das Unerkennbarkeits-Risiko: Sind Sie auf Ihrem Uralt-Foto überhaupt noch eindeutig zu erkennen? Hat sich das Äußere durch Jahrzehnte so stark verändert, dass ein Polizeibeamter bei einer Fahrzeugkontrolle Zweifel hegen muss, erlischt die Gültigkeit des Dokuments bereits vorzeitig.
Unleserliche Daten: Sind der Name, das Geburtsdatum oder wichtige Einträge durch Abnutzung, Feuchtigkeit oder Alterung unleserlich geworden, verliert der Schein ebenfalls seine rechtliche Gültigkeit. Bei einer Kontrolle droht dann nicht nur Frust, sondern im schlimmsten Fall eine saftige Geldstrafe!
Wer seinen Führerschein am oder nach dem 19. Jänner 2013 erworben oder umgetauscht hat, besitzt bereits das fälschungssichere, EU-weit einheitliche Scheckkartendokument. Doch auch hier gilt ein völlig neues Prinzip: Diese Führerscheine sind generell auf 15 Jahre befristet.
Aber keine Panik für alle Autofahrer! Bei dieser Befristung handelt es sich laut Behörden lediglich um eine "administrative Erneuerung" – ganz ähnlich wie beim Reisepass. Zweck der Regelung ist es, das Lichtbild regelmäßig zu aktualisieren und die Sicherheitsmerkmale auf dem neuesten Stand der Technik zu halten.
Die gute Nachricht: Bei der normalen Verlängerung der Klasse B sind im Regelfall weder medizinische Untersuchungen noch erneute Fahrprüfungen erforderlich!
heute.at-Tipp: Warte nicht bis zum großen Ansturm im Jahr 2033! Wer bereits jetzt freiwillig auf die moderne, praktische Scheckkarte umsteigt, erspart sich lange Wartezeiten auf den Ämtern und hat ein robustes, fälschungssicheres Dokument im Scheckkartenformat griffbereit, das problemlos in jede Brieftasche passt.