Nach dem Rücktritt von ÖFB-Präsident Gerhard Milletich ist die Entscheidung über den vorübergehenden Präsidenten gefallen.
In Graz wurde beschlossen, dass mit Johann Gartner der Präsident des niederösterreichischen Landesverbandes die Funktionen von Milletich übernehmen wird.
Vom ÖFB heißt es: "Johann Gartner wird interimistisch bis zu einer noch festzulegenden außerordentlichen Hauptversammlung als geschäftsführender ÖFB-Präsident fungieren."
"Meine Aufgabe ist klar, dass ich die Zeit bis zur nächsten Generalversammlung überbrücken soll. Wir hoffen, dass das bis Sommer passiert. Ich werde mit allen Präsidiumsmitgliedern unter vier Augen sprechen, um dann zu schauen, wie der weitere Plan ausschaut", sagt der neue ÖFB-Präsident im ORF.
Gartner gilt im ÖFB nicht als unumstritten. So stimmte der 71-Jährige zum Beispiel gegen das Infrastrukturprojekt rund um das neue Trainingszentrum in Aspern. Ebenso bleibt ein Interview mit der "Krone" aus dem Jahr 2017 in Erinnerung, Gartner berichtete damals von einer Grüppchenbildung rund um David Alaba. Einige Spieler sollen sich damals laut Gartner nicht an Anweisungen von Teamchef Marcel Koller gehalten haben.
Milletich hat sich im Zuge der "Inseraten-Affäre" zurückgezogen. Als ein möglicher Nachfolger wird der ehemalige Liga-Vorstand Georg Pangl gehandelt.