Fussball

Führt Top-Manager Pangl den ÖFB in eine neue Ära?

Zehn Jahre lang war Georg Pangl Vorstand der österreichischen Bundesliga. Wird der internationale Top-Manager nun neuer ÖFB-Präsident?
Heute Redaktion
02.02.2023, 09:10
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Am Dienstag trat Gerhard Milletich als ÖFB-Präsident zurück. Im Zuge der "Inseraten-Affäre" legte der 66-Jährige sein Amt nieder. Damit zog der Burgenländer die Konsequenzen aus den Vorwürfen, er habe seine Funktion als ÖFB-Präsident ausgenutzt, um für sein Verlagshaus Anzeigenkunden zu gewinnen. Alle Infos zum Milletich-Rücktritt gibt's hier!

Führt ein weiterer Burgenländer den ÖFB in eine neue Ära? Georg Pangl deutete letzte Jahr bei der Präsentation seines Buchs "Mein Theater der Träume" auch "präsidiale Pläne" an. Eigentlich wollte er 2024 das Amt des burgenländischen Landespräsidenten von Günter Benkö übernehmen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Wenn ich mich im ÖFB-Präsidium dann ohnehin für die Belange aller österreichischen Vereine einsetze, sehe ich keinen Grund, dies nicht auch in präsidialer Funktion auf höchster Ebene zu tun", sagt Pangl.

Diese Stufe könnte der langjährige Bundesliga-Vorstand nun überspringen. Schon 2021 wäre es beinahe zum Duell mit Milletich um das Amt des ÖFB-Präsidenten gekommen. Das Präsidium lehnte eine Kandidatur allerdings ab, weil der einstige Ligavorstand das Unternehmen "Pangl Football Group" gründete. Ein Präsident mit einem Unternehmen, das im Fußballgeschäft Geld verdient, war nicht denkbar.

Pangl kennt den ÖFB jedenfalls, war von 1986 bis 2002 für den Verband tätig, arbeitete bis 2004 bei der UEFA und führte von 2004 bis 2014 die österreichische Bundesliga als Vorstand, ehe er fünf Jahre lang Generalsekretär der Europäischen Ligenvereinigung war.

ÖFB-Reform überfällig

Für einen Präsidenten Georg Pangl müsste es aber eine Strukturreform geben, der ÖFB müsste professioneller organisiert sein. Der 57-Jährige will den Job nur hauptberuflich ausüben. Eine Idee für eine Reform kommt vom steirischen Landespräsidenten Gerhard Bartosch: Die Landesfürsten könnten entmachtet werden und - ähnlich wie in der Bundesliga - eine Struktur mit einer operativen Geschäftsführung installiert werden. Die Chefs der Landesverbände würden dann in eine Art Aufsichtsratsfunktion rücken. Alle Details dazu gibt's hier im "Heute"-Bericht.

Im Rahmen einer Außerordentlichen Hauptversammlung im Mai oder Juni wird ein neuer Präsident gewählt. Bis dahin springt einer der Vizepräsidenten Gerhard Götschhofer (Oberösterreich), Josef Geisler (Tirol) oder Johann Gartner (Niederösterreich) ein. Auch der Bundesliga-Aufsichtsratsvorsitzende Philip Thonhauser wäre eine Möglichkeit als Interims-Präsident. Neben Pangl hat auch Thonhauser ein Auge auf das höchste Fußball-Amt im Land geworfen.

Die heißesten Transfernews von Sky: