Epilepsie bei Ratten durch Gentherapie geheilt

Unglaubliche Erfolge in der Genforschung: Forscher haben erstmals Epilepsie mittels Gentherapie geheilt. Sie schleusten dafür zusätzliche Kopien eines Gens für einen Ionenkanal in das Gehirn von Ratten ein. Diese Genkopien verhinderten eine Übererregung der Gehirnzellen und damit die Ursache für einen epileptischen Anfall. Eine einmalige gentherapeutische Behandlung habe die Krampfanfälle bei den Ratten über mehrere Wochen hinweg gestoppt, ohne dass dabei Nebenwirkungen aufgetreten sind.
aufgetreten sind.

Das Verfahren wirke bei bereits etablierter Epilepsie, kann aber auch verhindern, dass epileptische Herde erst entstehen, etwa nach Hirnverletzungen. Noch müssen weitere Tests zeigen, ob diese Gentherapie auch beim Menschen funktioniert. Wäre das der Fall, könnte damit werden, deren Epilepsie bisher nicht behandelbar ist.

Dauerhafte Krampfanfälle

Epilepsie betrifft mehr als 50 Millionen Menschen weltweit - aber selbst mit optimaler Behandlung leiden 20 Prozent davon weiterhin dauerhaft an Krampfanfällen.

Ein epileptischer Anfall entsteht, wenn Neuronen in einem bestimmten Hirnbereich krankhaft übererregbar sind, wie durch angeborene Fehlbildungen oder aber durch nachträglich entstandene Schäden. Feuern sie im Übermaß, löst dies Bewusstseinsstörungen und Muskelkrämpfe aus.

In vielen Fällen lasse sich die Epilepsie nicht mit heilen, so die Forscher. Eine chirurgische Entfernung des betroffenen Hirnareals könne zwar helfen, oft sei dies aber nicht möglich, weil dabei für die Hirnfunktion entscheidende Bereiche ebenfalls geschädigt werden würden.

Die Versuche mit den Ratten zeigt, dass es eine weniger geben kann.
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