In der Breitenfurter Straße 170 entsteht bis September 2022 ein neuer Bildungscampus für rund 1.100 Kinder und Jugendliche. Am Donnerstag wurde der Spatenstich für das topmoderne Gebäude mit nachhaltiger Energieversorgung vorgenommen. Der Bauplatz neben dem Areal der ehemaligen Sargfabrik umfasst circa 11.200 Quadratmeter und wird durch die Breitenfurter Straße, die Gastgebgasse, die Wiegelestraße und die Walter-Jurmann-Gasse begrenzt.
„Wir setzen hier auf gemeinsames Lernen von Kindern aus Schule und Kindergarten auf einer Ebene“, freut sich Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ). Konkret werden hier ein 12-gruppiger Kindergarten, eine 17-klassige Ganztagsvolksschule, 4 Klassen Sonderpädagogik und eine 12-klassige Neue Mittelschule untergebracht. Umgesetzt wird auch ein innovatives Energiekonzept: So wird hier ein „Low-Tech-Gebäude“ mit hoher Energieeffizienz entstehen. Vorgesehen sind ein spezielles Lüftungskonzept mit natürlicher Lüftung und Nachtlüftung und die Nutzung der alternativen Energieträger Erdwärme und Sonnenenergie. „Damit wird das Gebäude energietechnisch weitgehend unabhängig!“, betont Czernohorszky. Unterstützt wird das Konzept durch die kompakte Gebäudeform, hohe Wärmedämmung und Speichermassen sowie die Raumausrichtung. Die tief in den Laibungen angeordneten Fenster und die vorgelagerten Loggien wirken zusätzlich gegen sommerliche Überwärmung.
Realisiert wird das Projekt nach Entwürfen der „ARGE Baumschlager Eberle + ILF“. Bei der Planung wurde besonderes Augenmerk auf die Einbettung der Gebäude gelegt: So wurde beispielsweise der Haupteingangsbereich mit Bezugnahme auf den Hof der benachbarten Sargfabrik gestaltet. Die Struktur des Baukörpers, die Anordnung und die geringe bebaute Fläche ermöglichen einen großen, gut abgeschirmten Garten, der sich optimal zu dem Freiraum des gesamten Areals öffnet. Im Inneren beeindruckt eine Aula mit Durchblick vom Haupteingang in den Garten. Die Bildungsbereiche sind mit flexibel nutzbaren Räumen und Terrassen ausgestattet, vorgesehen sind weiters auch Freiluftklassen auf den Dachflächen. Im ersten Stock wird auch eine allgemein zugängliche Dachterrasse errichtet.