Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat beim Nato-Gipfel in Ankara alle teilnehmenden Staats- und Regierungschefs mit einem höchst ungewöhnlichen Geschenk überrascht: Jeder erhielt eine Pistole mit eingraviertem Namen sowie eine Schachtel Munition.
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer berichtete britischen Medien auf dem Rückflug aus der türkischen Hauptstadt von dem kuriosen Präsent. Starmer ließ die Waffe jedoch in der Türkei zurück, da die Einfuhr nach Großbritannien illegal wäre.
Auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erhielt einen scharfen Revolver. Ein deutscher Regierungssprecher teilte mit, dass Merz die Waffe der deutschen Botschaft übergeben habe, "damit die Waffe ordnungsgemäß eingeführt und dann in der Sammlung offizieller Geschenke inventarisiert werden kann".
Dem Gastgeschenk lag ein Schreiben Erdogans bei, mit dem die Ausfuhrbeschränkungen für die Waffen aus der Türkei aufgehoben wurden. Dennoch mussten sich die Empfänger an ihre nationalen Einfuhrgesetze halten.
Der Nato-Gipfel in Ankara war für Starmer das letzte große internationale Treffen als britischer Regierungschef. Er hatte angesichts des fehlenden Rückhalts in der eigenen Partei im Juni seinen Rücktritt angekündigt. Am Donnerstag beginnt in der regierenden Labour-Partei das Verfahren zur Nominierung eines Nachfolgers.