Die Lage in der Nähe von Bordeaux hat sich spürbar entspannt. Die Präfektur hob deswegen die Evakuierung von neun Orten auf. Rund 84.000 Menschen dürfen in ihre Häuser zurückkommen. Schon am Dienstagabend wurde 60.000 Bewohnern bestätigt, dass die Lage so weit unter Kontrolle ist, dass eine Rückkehr in die Heimat möglich ist. Vorsorglich wurden insgesamt 224.000 Menschen in Sicherheit gebracht.
Die Rückkehrer wurden dennoch von den Behörden aufgefordert ihre Mobiltelefone eingeschaltet zu lassen und sich auf eine mögliche, erneute Evakuierung vorzubereiten. Auch die seit Beginn der Brände gesperrte Autobahn A63 wird ab 14:00 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben.
Auch der neue Wetterumschwung sorgte für Hoffnung. Regenschauer über den betroffenen Gebieten erleichterten die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich. "Wir hoffen auf Regenschauer den ganzen Vormittag über", sagte der regionale Feuerwehrkommandant Matthieu Jomain der Zeitung "Sud-Ouest". Mit einer Luftfeuchtigkeit von rund 80 Prozent seien die Bedingungen ideal, um verbliebene Glutnester zu löschen. Die Nacht sei zudem "sehr ruhig verlaufen", erklärte Jomain.
42.000 Hektar Wald wurden von den Flammen verwüstet und zerstört. In der Nacht mussten dennoch sechs Brandherde mit Löscharbeiten bekämpft werden. Nach Angaben der Präfektur wurden bei den Einsätzen 230 Feuerwehrleute verletzt. Die Einsatzkräfte bleiben noch in Alarmbereitschaft, bis alle Brandherde endgültig unter Kontrolle sind.