Erhöhte Alarmbereitschaft vor Links-Demo in Favoriten

Die Radikale Linke demonstriert gegen toxische Maskulinität
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Vor einem Jahr krachte es zwischen Linken, Kurden und Türken in Favoriten. Am Jahrestag geht heute wieder ein linkes Bündnis auf die Straße. 

Heute, exakt vor einem Jahr, war der Wiener Bezirk Favoriten im Ausnahmezustand.  Antifaschistische und kurdische Demonstranten wurden von gewaltbereiten türkischen Nationalisten angegriffen, wiederholte Ausschreitungen waren die Folge. Auch in den kommenden Tagen beruhigte sich die Lage nur sehr langsam. Weitere kleinere Scharmützel, bei denen sogar Schüsse abgegeben wurde, waren die Folge. 

Am heutigen Jahrestag der Ereignisse geht ein "antifaschistisches Bündnis" gegen "den türkischen Angriffskrieg in Kurdistan" auf die Straße. Die Kundgebung am Samstag richtet sich "gegen Faschismus, Patriarchat und den Krieg". In einer Aussendung der ÖH der Uni Wien heißt es, dass sich die Demonstration auch gegen "den Krieg des türkischen Staates in Kurdistan und Rojava/Nordostsyrien stelle". 

Großaufgebot an Beamten

"Das NATO-Mitglied Türkei verbreitet vor den Augen der Weltöffentlichkeit seine faschistische und menschenverachtende Ideologie durch die gewaltvolle Erweiterung seiner Grenzen", heißt es dazu im Aufruf. Und weiter: "Solange die Türkei nicht aufgehalten wird, ist dieser Krieg ein NATO-Krieg gegen die Kurd:innen und die gesamte demokratische Opposition."

Die Demonstration führt durch Wien-Favoriten und beginnt am 26. Juni um 14 Uhr auf Höhe der U-Bahn-Haltestelle Troststraße. 

Unklar ist, ob es auch von der Gegenseite zu Kundgebungen kommen wird. Angesichts der Ereignisse der vergangenen Jahre wird die Polizei aber wohl jedenfalls mit einem Großaufgebot vertreten sein. "Heute" wird ebenfalls über die Demonstration berichten. 

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