Im Fall des AMA-Schweinebetriebs im Bezirk Hollabrunn, dem Tierschützer grobe Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorwerfen, hat nun die Staatsanwaltschaft Korneuburg ein Ermittlungsverfahren gegen mehrere unbekannte Täter eingeleitet.
Staatsanwältin Gudrun Bischof hat erklärt, das vorhandene Material genau überprüfen zu wollen. Die Mitarbeiter, die auf den Videoclips vom Verein gegen Tierfabriken (VGT) bei der Misshandlung von Schweinen zu sehen sind, wurden vom betroffenen Betrieb mittlerweile entlassen. Dennoch heißt es von der Staatsanwaltschaft, dass zunächst die Identitäten aller Personen im besagten Video geklärt werden müssen.
Die Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn hat die Tierhaltung im Betrieb vergangene Woche überprüft. Auf Basis dieser Kontrolle werden jetzt Maßnahmen ausgearbeitet, die dem Betrieb dann vorgeschrieben werden sollen. Das werde, so wurde Ende letzter Woche von der Behörde betont, "noch einige Zeit in Anspruch nehmen".
Die Land & Forstbetriebe Niederösterreich haben in einer Aussendung erklärt, dass sie eine Vorverurteilung des Betriebs "auf Basis von widerrechtlich angefertigtem Bild- und Videomaterial einer Tierschutzorganisation" zurückweisen.
"Eine Handvoll Aufnahmen zeigen Verfehlungen einzelner Mitarbeiter", das dürfe aber nicht dazu führen, "dass der gesamte Betrieb, welcher über Generationen vorbildlich geführt wird, vorverurteilt wird", heißt es von den Land & Forstbetrieben.