Regime vor Fall

Dutzende Tote – Massenproteste im Iran außer Kontrolle

Trotz Internetblockade und harter Maßnahmen protestieren im Iran weiterhin zahlreiche Menschen gegen die politische Führung.
Newsdesk Heute
10.01.2026, 07:14
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Im Iran ist es am Freitagabend wieder zu Protesten gekommen. Trotz des harten Durchgreifens der iranischen Sicherheitskräfte und einer Internetblockade haben sich erneut viele Menschen in der Hauptstadt Teheran versammelt. Das zeigen von der Nachrichtenagentur AFP überprüfte Videos. Im Stadtteil Sadatabad haben die Demonstrierenden auf Töpfe geschlagen und Sprechchöre wie "Tod Chamenei" gerufen – die Parolen richten sich direkt gegen das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei.

Auch in anderen Teilen von Teheran hat es Proteste gegeben. Das belegen weitere Aufnahmen, die in Online-Netzwerken kursieren. Exilsender, die auf Persisch berichten, haben zudem Bilder von neuen Protesten in anderen Städten gezeigt – darunter Maschhad im Osten, Täbris im Norden und Kom südlich von Teheran.

Internet-Blackout

Schon in der Nacht auf Freitag hat es im Iran die größten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle vor knapp zwei Wochen gegeben. In mehreren Städten haben die Menschen wütende Parolen gegen die religiöse und politische Führung des Landes gerufen. Als Reaktion darauf wurde im ganzen Land das Internet abgeschaltet.

Der Auslöser für die Proteste ist die große Wut über die hohen Lebenshaltungskosten und die schlechte Wirtschaftslage. Laut der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen wurden in den knapp zwei Wochen seit Beginn der Proteste mindestens 51 Demonstrierende getötet, darunter auch neun Minderjährige. Hunderte weitere Menschen wurden verletzt.

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