Am Montag um 11.15 Uhr war Kanzler Sebastian Kurz (VP) angelobt. 18 Stunden und zehn Minuten später düste er nach Brüssel – wie schon als Außenminister in der Economy Class.
Ziel seiner ersten Auslandsreise als Regierungschef: die Spitzen der EU. Am Dienstagabend um 20 Uhr gab es ein Treffen mit Ratspräsident Donald Tusk. Um 21 Uhr empfing ihn Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker betont herzlich, aber diesmal ohne Kuss.
Bei beiden Gesprächen natürlich Thema: die Koalition mit der FPÖ. Einmal mehr betonte Sebastian Kurz dabei die proeuropäische Haltung seiner Regierung.
Ob der Kanzler ein verlässlicher Partner in der EU sei, wurde Juncker nach dem Treffen gefragt. "Ja", sagte der Kommissionspräsident kurz und bündig. Juncker betonte, er weigere sich Vorverurteilungen vorzunehmen. An dem Gespräch hatte auch Johannes Hahn, Österreichs EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik, teilgenommen.
Auch Tusk schenkt Kurz Vertrauen
Auch Donald Tusk hatte Österreichs Regierungschef zuvor das volle Vertrauen ausgesprochen. Am Mittwoch trifft Kurz den Präsidenten des EU-Parlaments, Antonio Tajani, bevor der Kanzler in Wien die Regierungserklärung abgibt.
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