Alpha Centauri ist das der Sonne nächstgelegene Sternsystem – und doch liegt es rund 4,4 Lichtjahre von uns entfernt.
Bisher hat noch nie eine Raumsonde gezielt Kurs auf einen anderen Stern genommen. Das soll sich bald ändern.
Eine US-amerikanische Nonprofit-Organisation namens Fermi Explorer Mission will bis Ende 2029 eine kleine Sonde auf den Weg bringen. Das Besondere: Statt auf futuristische Technologie zu setzen, nutzt das Team bewährte Antriebstechnik.
Wie scinexx berichtet, wurde das Projekt am 1. September 2026 vorgestellt. Die Sonde soll mindestens ein Kilogramm Nutzlast tragen und mit solarelektrischen Ionentriebwerken angetrieben werden. Nach etwa 77.500 Jahren würde sie Alpha Centauri erreichen.
Der Missionsplan sieht vor, dass die Sonde mehrfach nahe an die Sonne heranfliegt. Bei diesen sogenannten Perihel-Passagen liefern die Solarzellen besonders viel Energie für die Triebwerke. Nach 12 bis 14 Jahren soll die Sonde dann mit 24 Kilometern pro Sekunde das Sonnensystem verlassen.
Der Funkkontakt zur Erde wird allerdings nur rund 18 Monate halten. Mitgründer Philip Johnston hofft, dass spätere interstellare Reisende die Sonde eines Tages abfangen könnten. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 16 Millionen US-Dollar.