Wien

Stadt Wien und Ärztekammer trafen sich zur Paartherapie

Im Rathaus fand der erste Wiener Gesundheitsgipfel statt. Vertreter von Stadt und Ärztekammer berieten über Herausforderungen im Gesundheitsbereich.
Heute Redaktion
21.02.2023, 18:13
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Drei Stunden beriet man im Büro von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Bei dem Gespräch dabei waren auch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), Ärztekammerpräsident Johannes Steinhart und sein Vizepräsident Stefan Ferenci sowie Vertreter des Wiener Gesundheitsverbundes.

"Runder Tisch" als gute Gesprächsbasis

Man habe drei Stunden intensiv beraten, hieß es in einer gemeinsamen Aussendung. Beide Seiten freuten sich über den Informationsaustausch und den konstruktiven Verlauf des Gesprächs. Bald sollen auch weitere Gespräche in den einzelnen Fachbereichen fortgesetzt werden. Sowohl die Vertreter der Stadt als auch jene der Ärztekammer waren sich einig, dass man die aktuellen Herausforderungen im Gesundheitssystem nur gemeinsam lösen könne.

Seitens der Ärztekammer freute man sich, dass mit dem "runden Tisch" eine gute Basis für weitere gemeinsame Gespräche geschaffen wurde. Man ist sich sicher, dass diesem ersten Schritt weitere folgen werden, betont aber auch, dass künftig auch zusätzliche Stakeholder beigezogen werden sollen.

Ärztekammer kritisiert Wiener Gesundheitssystem

Zwischen der Stadt und der Ärztekammer hatte sich die Lage schon länger zugespitzt. Zuletzt gab es unter anderem Schlagzeilen um lange Wartezeiten in Spitälern. Auch die Ärztekammer heizte die Diskussion um die Mängel im Gesundheitsbereich fleißig an, gab unter anderem eine Studie in Auftrag. Deren ernüchterndes Ergebnis: Zwei Drittel der Spitalsärzte denken regelmäßig an Kündigung. Mitte Dezember kritisierte die Ärztekammer auch Versorgungsengpässe in Wiener Spitälern und ortete Triagen-Situationen. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hatte der Ärztekammer vorgeworfen, eine "millionenschwere Kampagne gegen die Wiener Spitäler" zu führen.

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