Am Dienstag wurden die ersten Details aus dem Verfahren öffentlich: Marius Borg Høiby wird vorgeworfen, am 2. Dezember 2023 Fotos ohne Zustimmung der Frau gemacht und sie sexuell missbraucht zu haben. Auf die Frage des Staatsanwalts, ob er sich schuldig bekenne, antwortete Høiby klar: Ja. In einem weiteren Fall bestreitet er aber die Vorwürfe, ebenso wie die Anschuldigung, die Taten gefilmt zu haben.
Zusätzlich stehen fünf Fälle von rücksichtlosem Verhalten auf der Anklageschrift. In der Nacht auf den 24. März 2024 soll Høiby im Osloer Nachtclub "Michaels" und am Folgetag in der Wohnung der Frau randaliert haben. Er soll Möbel umgeworfen, ihr ins Gesicht geschrien und ihr das T-Shirt vom Leib gerissen haben. Am nächsten Tag habe er unter anderem gegen eine Glastür geschlagen, sodass diese zerbrach. Auf die Frage nach seiner Schuld antwortete er: "Teilweise."
Schwere Vorwürfe wegen Körperverletzung stehen ebenfalls im Raum. Laut Anklageschrift soll Høiby am 4. August 2024 die "Frogner-Frau" mehrfach gewürgt und mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Auf die Frage des Staatsanwalts, ob er die Taten eingestehe, antwortete er erneut: "Teilweise."
Was die Vergewaltigungen angeht, so bleibt Marius dabei: "Nicht schuldig!"
Während des Prozesses hält der Sohn der Kronprinzessin einen Rosenkranz in der Hand. Antworten nuschelt er teilweise unverständlich. Er ist sichtlich angespannt. Übrigens: Seine Mutter erklärte schon im Vorfeld, dass sie nicht zum Prozess erscheinen wird.
Der Prozess soll bis Mitte März dauern. Das Urteil wird erst Wochen später erwartet.