Lionel Messi erzielte beim 2:2 von Inter Miami gegen Philadelphia Union sein erstes Tor seit dem Tod seines Vaters Jorge. Danach blickte der 39-Jährige nach oben und widmete ihm einen stillen Gruß.
In der 26. Minute schlug der Argentinier zu. Mit seinem linken Fuß zirkelte der Star den Ball ins lange Eck und brachte Miami zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. Der große Jubel blieb diesmal aus. Nach einer kurzen Gratulation seiner Mitspieler richtete der Kapitän seine Hände in Richtung Himmel.
Für Messi war es ein besonders emotionaler Moment. Sein Vater Jorge war am 8. August verstorben. Danach reiste der achtfache Weltfußballer nach Argentinien und kehrte anschließend zu seinem Klub zurück. In seinen ersten beiden Partien nach dem schweren Verlust war ihm kein Treffer gelungen.
Kurz vor Schluss rückte der Fußball dann allerdings in den Hintergrund. In der elften Minute der Nachspielzeit – angezeigt waren ursprünglich nur neun – eskalierte die Situation im Strafraum von Miami.
Philadelphias Quinn Sullivan und Yannick Bright gerieten aneinander und lieferten sich am Boden eine Rauferei. Mitspieler mussten die beiden schließlich trennen.
Dann mischte sich auch noch Quinns erst 16 Jahre alter Bruder Cavan Sullivan ein. Nach der Rudelbildung sahen Cavan Sullivan und Bright Rot, Quinn Sullivan kam mit Gelb davon.
Messi hält damit bei 13 Saisontoren und liegt auf Rang zwei der MLS-Torschützenliste. Peter Musa vom FC Dallas führt mit 16 Treffern. Sportlich läuft es für Miami derzeit trotzdem nicht nach Wunsch. Das Team wartet mittlerweile seit vier Spielen auf einen Sieg und liegt in der Eastern Conference sieben Punkte hinter Tabellenführer Nashville.