Nach einigen warmen Tagen wird es jetzt richtig heiß. Bereits ab Donnerstag steigen die Temperaturen deutlich an. Das erste August-Wochenende soll hochsommerlich verlaufen - Regen ist laut den Prognosen hingegen kaum in Sicht.
Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands wird mit extremer Hitze gerechnet. Wetterexperte Karsten Brandt warnt gegenüber der BILD: "Es kann extrem werden." Zudem sagt er: "Die Temperaturen sprinten nach oben."
Vor allem Baden-Württemberg und Bayern müssen sich auf außergewöhnlich hohe Werte einstellen. "In Baden-Württemberg und Bayern ist dann mit Temperaturen von 38 Grad, lokal bis 40 Grad, zu rechnen", wird der Experte in der BILD zitiert. Auch rund um den Oberrhein dürfte die Hitzewelle laut Prognose länger anhalten.
Etwas angenehmer bleibt die Lage im Nordosten sowie an den Küsten. Dort werden in den kommenden Tagen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad erwartet. "Das ist dann schon eher normaler Sommer, keine Hitzeperiode", erklärt Brandt in der BILD.
Auch dort bleibt jedoch der dringend benötigte Regen weitgehend aus. Damit müssen Gartenbesitzer und Pilzsammler weiter auf Niederschläge warten.
Im Südwesten sorgt die Hitze zusätzlich für eine stärkere Verdunstung. Dadurch trocknen Böden und Wälder weiter aus. BILD-Wetterexperte Dominik Jung warnt: "Da flächiger Regen ausbleibt, verschärft sich die Lage."
Auch der tschechische Wetterdienst ČHMÚ schlägt wegen der steigenden Waldbrandgefahr Alarm. Jung erklärt: "Für die grenznahen Wälder in Ost- und Südostdeutschland heißt das erhöhte Vorsicht - offenes Feuer ist dort ohnehin tabu."
Lediglich im Nordwesten könnte ein atlantisches Tief in den kommenden Tagen etwas Regen bringen. Eine nachhaltige Entspannung der Trockenheit ist dadurch allerdings nicht zu erwarten.
Am Mittwoch scheint laut Unwetterzentrale (uwz.at) häufig die Sonne, besonders im Westen ziehen aber einige Wolken durch. Im Tagesverlauf gehen im Bergland lokale Hitzegewitter nieder. Diese treten nur vereinzelt auf, fallen aber kräftig aus, mit großen Regenmengen und Hagel. Abseits der Alpen bleibt es dagegen ganztags freundlich und trocken. Im Donauraum weht mäßiger, vereinzelt lebhafter Wind aus Ost bis Südost. Die Temperaturen steigen auf 29 bis 36 Grad.
Der Donnerstag verläuft häufig sonnig, ein paar Wolken ziehen aber von Beginn an durch. Vor allem im östlichen Berg- und Hügelland bilden sich tagsüber Quellwolken, aus denen am Nachmittag einzelne Hitzegewitter entstehen. In weiten Landesteilen bleibt es aber trocken. Im Osten weht mäßiger Südostwind, inneralpin machen sich tagsüber lokale Talaufwinde bemerkbar. Meist bleibt der Wind aber schwach, mit 31 bis 38 Grad steigert sich die Hitze weiter.
Am Freitag hält das sonnige Hochsommerwetter an, höchstens vereinzelt bilden sich über den Bergen am Nachmittag Gewitter. Dabei ist dann punktuell mit großen Regenmengen zu rechnen, im weitaus größten Teil des Landes bleibt es aber weiterhin trocken. Im Osten weht mäßiger bis lebhafter Wind aus südlichen Richtungen, und die Hitzewelle verschärft sich noch. Die Temperaturen steigen auf 33 bis 39, vereinzelt sogar 40 Grad, mit den höchsten Werten im östlichen Flachland.