Heftige Gewitter haben am Dienstag über Teilen Österreichs gewütet. Während in mehreren Bundesländern die höchste Unwetterwarnstufe ausgerufen wurde, sorgten Hagel, Starkregen und Sturmböen bereits in Niederösterreich für chaotische Zustände.
Am Dienstagnachmittag wurde für Teile Österreichs sogar die höchste Unwetterwarnstufe Violett ausgerufen. Besonders betroffen war die Steiermark, wo Meteorologen vor extremem Hagel, sintflutartigem Regen und Überflutungen warnten. Auch für Salzburg, Kärnten, Teile Nieder- und Oberösterreichs sowie Osttirol galt Warnstufe Rot. Für das gesamte Bundesgebiet bestand eine Unwetter-Vorwarnung.
Bereits zuvor hatte das Unwetter in Wöllersdorf (Bezirk Wiener Neustadt-Land) zugeschlagen. Gewaltige Hagelmassen färbten die Straßen innerhalb weniger Minuten weiß.
"Heftiger Hagel hat alles zugedeckt. Es war wie im Winter", schilderte eine "Heute"-Leserin. Besonders schlimm traf es auch ein Geschäft im Ort. "Es hat durch das Dach hineingeregnet, das Geschäft wurde geflutet", erzählt sie.
Auch auf der Südautobahn (A2) sorgte das Unwetter für dramatische Szenen. Sintflutartige Regenfälle, Hagel und heftige Sturmböen ließen den Verkehr im Bereich Kottingbrunn zeitweise nahezu zum Erliegen kommen.
Mitten im Unwetter steckte auch Wiener Neustadts SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger, der gemeinsam mit seiner Frau Dara von Wien nach Wiener Neustadt unterwegs war.
"Wir sind in den Regen hineingekommen und im Bereich Kottingbrunn auf der A2 kamen auf einmal Wassermassen, Hagel und Sturm. Teilweise ist alles gestanden. Es war heftig!", schildert Spenger gegenüber "Heute". Trotz der schwierigen Bedingungen erreichten die beiden schließlich gesund und sicher Wiener Neustadt.
Das heftige Unwetter hat den Bezirk Wiener Neustadt am Dienstagnachmittag schwer getroffen. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume sorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehren.
Besonders der nördliche Teil des Bezirks Wiener Neustadt wurde von den starken Regenfällen heimgesucht. Derzeit stehen 15 Feuerwehren im Einsatz, um die zahlreichen Unwetterschäden zu beseitigen.
Rund 25 Einsatzstellen müssen laut Feuerwehr abgearbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Auspumpen überfluteter Keller sowie dem Entfernen umgestürzter Bäume – vor allem in den Gemeinden Sollenau und Eggendorf.
Auch die A2 Südautobahn blieb von den Wassermassen nicht verschont. Mehrere Fahrbahnabschnitte wurden überflutet und sorgten für erhebliche Verkehrsbehinderungen.
Auf der Hohen Wand mussten die Einsatzkräfte zudem wegen einer Mure ausrücken. Die Feuerwehren stehen weiterhin im Dauereinsatz, um die Folgen des Unwetters so rasch wie möglich zu beseitigen.
Die Einsatzkräfte beobachten die Wetterlage weiterhin genau. In den kommenden Stunden werden regional weitere kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen erwartet. Autofahrer werden zur besonderen Vorsicht aufgerufen.