Seit Freitag ist klar: Der 19-jährige Burgenländer Benjamin Gedeon, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Cosmó, wird Österreich beim Song Contest vertreten. Sein Gewinn überraschte, galt er doch im Vorfeld nicht als Favorit.
Während das Publikum klar für den "Tanzschein"-Sänger votierte, hätte die Fachjury eine andere Wahl getroffen. Ihr Favorit war Künstlerin Lena Schaur mit ihrem Song "Painted Reality". In der Jurywertung landete Cosmó lediglich auf Platz zwei. Doch im Gesamtklassement hatte er dank der Stimmen des Publikums knapp die Nase vorn und sicherte sich so das begehrte Ticket zum internationalen Musikwettbewerb.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte im Vorfeld eine Aktion der Aktionsgemeinschaft WU (AG WU). Die ÖH-Fraktion rief auf Instagram dazu auf, für Cosmó zu stimmen – und versprach im Gegenzug 500 Gratis-Spritzer. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass pro Person bis zu 100 SMS im Voting abgegeben werden konnten. Die Mobilisierungskampagne sorgte für Gesprächsstoff und dürfte die Spannung rund um die Entscheidung zusätzlich angeheizt haben.
Cosmós Gitarrist und Manager Sandro Humitsch ist ehemaliger Student der Wirtschaftsuniversität Wien. So war es ein Leichtes für den Musiker, hier Unterstützung für die Band zu bekommen. Cosmó trat früher auch schon gemeinsam mit seiner Band Benjamin Gedeon and The Thumbs beim von der ÖH organisierten WU-Ball auf – ein weiterer symbolischer Schulterschluss zwischen Künstler und Hochschulumfeld.
Ob die Mobilisierung der AG WU tatsächlich ausschlaggebend für das knappe Endergebnis war, bleibt allerdings offen. Fest steht: Mit Cosmó schickt Österreich einen Künstler ins Rennen, der nicht nur musikalisch, sondern auch durch eine engagierte Unterstützerbasis auf sich aufmerksam macht.