Nach dem Tod der großen Regie-Legende Otto Schenk am 9. Jänner 2025 kommt nun seine umfassende Kunstsammlung im Dorotheum unter den Hammer. Seine Lebensliebe, Ehefrau Renée, war maßgeblich daran beteiligt, die rund 380 Exponate zusammenzutragen, die nun am 26. Februar online versteigert werden. Vorab können Interessierte die Objekte am Wochenende im Palais Dorotheum besichtigen.
Der Theatermacher verfügte testamentarisch, dass Galeristin und Kunsthistorikerin Ursula Hieke, langjährige Freundin des Ehepaars, mit der Verwertung der Gemälde, Möbel und anderen Wertgegenstände aus der Dachwohnung am Rudolfsplatz in der Wiener City betraut werden sollte.
Besonders wertvoll ist etwa das Bild "Dents du Midi" von Koloman Moser (Startpreis 100.000 Euro) oder das Porträt eines Richters von Ferdinand Georg Waldmüller (ab 10.000 Euro). Ein Schwerpunkt liegt in der Epoche des Jugendstils. Neben kostbarer Keramik, Silber und Glas gibt es auch zahlreiche Erinnerungsstücke zu ersteigern.
Darunter sind etwa Schenks charakteristische Baskenmütze, Rollenfotografien, Porträts, Korrespondenz aus mehreren Jahrzehnten, sowie Briefe und Karten von Weggefährten und Bewunderern wie Dirigent Karl Böhm, Carlos Kleiber oder Claudio Abbado.
"Diese Versteigerung ist ein Spiegel eines außergewöhnlichen, von Kunst geprägten Lebens und zugleich eine Einladung, in die Sammelleidenschaft des Ehepaars Otto und Renée Schenk einzutauchen", freut sich Dorotheum-Experte Alexander Doczy.