Kolumbien

Escobars Kokain-Hippos sollen erschossen werden

Vor Jahrzehnten hat der berüchtigte Drogenboss Pablo Escobar vier Nilpferde auf sein Anwesen geholt. Heute gibt es in Kolumbien schon 200 Nachkommen.
Newsdesk Heute
14.04.2026, 18:43
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Jahrelang wurde im Land diskutiert, wie man mit den Flusspferden von Pablo Escobar umgehen soll. Nun hat die kolumbianische Regierung entschieden: Die Herde muss deutlich verkleinert werden. Wie 20 Minuten berichtet, sollen die Tiere nicht weiter ungehindert wachsen.

Umweltministerin Irene Vélez Torres kündigte an, dass vorerst etwa 80 Tiere getötet werden sollen. Alle bisherigen Versuche, die Nilpferde in Zoos oder Wildparks – etwa in Mexiko, Indien oder auf den Philippinen – unterzubringen, sind gescheitert. Das Umweltministerium arbeitet aber weiterhin an Plänen für eine Umsiedlung.

Bis 2035 könnten es 1.000 Tiere sein

Schätzungsweise leben aktuell rund 200 Nilpferde in Kolumbien. Ohne Eingreifen könnte die Zahl laut Expertenschätzungen bis 2035 auf 1.000 anwachsen.

Die Tiere bringen das heimische Ökosystem aus dem Gleichgewicht. Sie bedrohen Arten wie Manatis und Flussschildkröten, zerstören Felder und sind auch für Menschen gefährlich.

Das Erbe von Hacienda Nápoles

Die Geschichte der kolumbianischen Nilpferde begann auf der Hacienda Nápoles, rund 150 Kilometer von Medellín entfernt. Dort hat Pablo Escobar einst einen privaten Zoo gebaut – mit Nashörnern, Elefanten, Löwen und Tigern.

1981 ließ Escobar vier Flusspferde illegal aus Afrika einfliegen: drei Weibchen und ein Männchen. Sie vermehrten sich schnell, erreichten den Magdalena-Fluss – den größten Fluss Kolumbiens – und breiteten sich von dort in Antioquia und angrenzenden Regionen wie Santander und Bolívar aus.

Escobar, der Chef des Medellín-Kartells, wurde 1993 von Sicherheitskräften erschossen. Das Anwesen Hacienda Nápoles verfiel zunächst, bevor es später als Themenpark mit Safari, Wasserpark und Escobar-Museum wiedereröffnet wurde.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.04.2026, 18:43
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen