Auch Österreicher vor Ort

Eskalation im Libanon – UNO-Blauhelmsoldat getötet

Bei einer mutmaßlichen Hisbollah-Attacke verlor ein französischer Blauhelmsoldat sein Leben. Auch Österreicher sind in der Region stationiert.
Newsdesk Heute
18.04.2026, 15:13
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Nur einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel soll die Lage in der Region erneut eskaliert sein. Im Süden des Landes soll ein französischer Blauhelmsoldat bei einem Angriff getötet worden sein.

Das teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einem Posting auf X mit. Demnach seien drei weitere französische Soldaten bei der Attacke am Samstag verletzt worden. Hinter dem Angriff soll die pro-iranische Hisbollah verantwortlich sein, so der französische Präsident.

Frankreich fordert Festnahme der Täter

Frankreich fordere die libanesischen Behörden auf, "die Täter unverzüglich festzunehmen und gemeinsam mit der Unifil ihre Verantwortung wahrzunehmen". Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte den Angriff und sicherte die Verfolgung der Verantwortlichen zu.

Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin sprach auf X von einem "Hinterhalt". Ihr zufolge wurde der französische Blauhelmsoldat "durch einen direkten Schuss aus einer Handfeuerwaffe" getötet. Er war demnach im Einsatz, um einen Weg zu einem Unifil-Posten freizumachen, "der seit mehreren Tagen durch die Kämpfe in der Region isoliert war".

Ein Unifil-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AFP zunächst, dass sich in Ghandurijeh im Süden des Landes ein Vorfall ereignet habe, an dem UN-Soldaten beteiligt gewesen seien. Weitere Angaben zur Art des Vorfalls oder zu möglichen Opfern machte der Sprecher zunächst nicht. Die UN-Mission gehe dem Vorfall nach, hieß es lediglich.

Situation der Österreicher

In der Region befinden sich auch rund 170 österreichische Blauhelme. Auch deren Lage hatte sich zuletzt deutlich verschärft. Wie die "Krone" berichtet, soll Israel kurz vor Beginn der Waffenruhe mehrere Brücken bombardiert haben, um die Hisbollah vom Norden des Landes abzuschneiden.

Dies habe jetzt auch Einfluss auf die österreichischen Soldaten vor Ort. Obwohl man noch nicht vollständig vom Norden abgeschnitten sei, verschlechtere sich dadurch die Situation im Hinblick auf Versorgung und Heimatflüge.

Gegenüber der "Krone" sagte ein zuständiger Brigadier, dass man die Situation laufend beobachte. Im Ernstfall würden die Vorräte im Camp noch mehrere Wochen halten. Im Notfall könnten die Soldaten auch per Helikopter ausgeflogen werden.

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