Schockierende Szenen sollen sich in einem Schülerwohnheim in Giengen an der Brenz (Baden-Württemberg) abgespielt haben. Zwischen 2021 und 2024 soll ein islamischer Religionslehrer (35) mindestens acht Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht und misshandelt haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-jährigen deutschen Staatsbürger 27 Straftaten vor. Die Vorwürfe lauten auf schweren sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen, Vergewaltigung und Körperverletzung. Laut einem Bericht der "Bild" sollen seine Opfer zwischen zwölf und 17 Jahren alt sein.
Unter dem Vorwand von gemeinsamen Filmabenden soll er die Kinder und Jugendlichen in sein Büro gelockt haben. Dort soll der Koranlehrer seine Opfer zu Massagen und sexuellen Handlungen gezwungen haben. Auch zum Oralverkehr sei es gekommen. Laut der Staatsanwaltschaft habe der Mann seine Stellung als religiöse Autorität ausgenutzt und die Kinder zum Schweigen gezwungen.
Des Weiteren soll der 35-Jährige einzelne Kinder bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. An den Schmerzen seiner Opfer habe sich der Religionslehrer belustigt. Bereits seit Mitte Jänner befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft.
Nun soll er sich am Landgericht Ellwangen verantworten. Laut seiner Anwältin habe er sich zum Prozessauftakt unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen geäußert. Die Verhandlung soll sich über acht Tage ziehen. Im Mai könnte es ein Urteil geben.