Durchgeboxt im wahrsten Sinne des Wortes hat sich Fynn A. (25) am Samstag beim "Vienna Triathlon": Der Essens-Auslieferer aus Wien nahm beim Rennen teil – mit einer türkisen Lieferbox von Wolt auf den Schultern. Der WU-Student, der ursprünglich aus Hamburg kommt, liefert in seiner Freizeit auf seinem Rennrad Hamburger, Pizza und Co. aus. "Ich war früher Leichtathlet und fing dann mit dem Radfahren an", meinte er gegenüber"Heute".
"Weil mir das so Spaß macht und ich was Flexibles suchte, kam ich zu meinem Nebenjob als Essenslieferant", erklärt er. Seit Lieferant Wolt Mitte Mai in Österreich durchstartete, strampelt er sich für das finnische Unternehmen ab – im wahrsten Sinne des Wortes: "Untertags schreibe ich meine Masterarbeit, am Abend öffne ich meine Mitarbeiter-App und liefere aus." Dabei ist es stets sein sportliches Ziel, unter der errechneten Ankunftszeit zu liegen. "Das gelingt mir fast immer", freut sich Fynn.
Wie es zur Idee mit der Triathlon-Teilnahme kam: "Meine Freunde haben mir nicht geglaubt, dass ein ganzes Rennen mit dem Rucksack möglich ist und da hab ich mir gedacht: Challenge accepted!" Am Samstag war es so weit und der 25-Jährige stand samt Lieferbox am Start – "Out of the Box-Thinking" war da nicht notwendig, ganz ohne Nachdenken ging es los. "Ich habe das davor ja oft genug trainiert. Nur beim Schwimmen war mir mit Rucksack über die ganze Distanz zu gefährlich", gibt er zu.
Seine Zeit von 1 Stunde 27 Minuten und 15 Sekunden für Schwimmen (750 Meter), Radfahren (20 Kilometer) und Laufen (5 Kilometer) war persönliche Bestzeit und er landete damit unter den ersten 200 Teilnehmern. "In der Kategorie mit Rucksack habe ich aber alle abgehängt und klar gewonnen", lacht er. Sein Arbeitgeber Wolt unterstützte Fynns sportliche Aktion, von seiner Wiener Freundin Yasmin gab es im Ziel ein ganz besonders Siegerbussi.