EU bestellt keinen Impfstoff von AstraZeneca mehr

Die EU verzichtet auf weitere AstraZeneca-Bestellungen.
Die EU verzichtet auf weitere AstraZeneca-Bestellungen.Christoph Hardt / Action Press / picturedesk.com
Die Europäische Union hat die Impfstoff-Bestellungen für AstraZeneca nicht verlängert. Nach Juni gibt es damit keine Bestellungen mehr.

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton gab am Sonntag bekannt, dass die EU nach Juni keinen AstraZeneca-Impfstoff mehr ordern werde. Bereits im April hatte Breton angedeutet, dass dieser Schritt erfolgen könne, damals hieß es jedoch, es sei "noch nichts entschieden". Grund dürften mehrmalige Lieferprobleme mit dem Hersteller sein, weswegen die EU auch angekündigt hatte, den Hersteller im Namen aller 27 Mitgliedsstaaten zu verklagen.

Trotz der Entscheidung lobte Breton das AstraZeneca-Vakzin: "Das ist ein guter Impfstoff." Was indes bekannt wurde: Österreich impft nach "Heute"-Informationen aktuell nicht mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. Ein Insider verriet am Samstag: Sämtliche im April gelieferten Impfstoffdosen werden eingelagert, um die Impfdosen für die Zweitimpfung der bereits einmal geimpften "Astra"-Betroffenen aufzuheben.

"Medial tot gemacht"

Der Imageschaden nach mutmaßlichen Vorfällen mit dem Impfstoff dürfte aber auch in Österreich enorm sein, es wurde "medial tot gemacht", sagt der Insider in Hinsicht auf eine angebliche Einschätzung des Stabs des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM). 

Insgesamt laufe das Impfen bundesweit aber gut ab, ist zu vernehmen. Sowohl der Impfstoff von Biontech-Pfizer, als auch jener von Johnson & Johnson, werde "gut angenommen, obwohl diese die gleichen Nebenwirkungen wie AstraZeneca haben", heißt es gegenüber "Heute".

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