Schutz von Kindern

EU-Experten: Kommt Social-Media-Verbot?

Ein Expertenbericht wird heute an Ursula von der Leyen übergeben. Er könnte den Weg für ein Mindestalter bei TikTok, Instagram und Co. ebnen.
Technik Heute
13.07.2026, 17:07
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Sollen Kinder und Jugendliche von Social Media ferngehalten werden? Diese Frage beschäftigt die EU schon länger. Heute wird ein wichtiger Expertenbericht zu diesem Thema an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben.

Die deutsche Politikerin hatte den großen Online-Plattformen vorgeworfen, Kinder aus Profitinteressen abhängig von ihren Produkten zu machen. Sie sprach sich daher für strengere Altersgrenzen aus und nannte Australien als mögliches Vorbild, wo seit Dezember ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gilt.

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Wie es bei heise online heißt, soll das im März von der EU-Kommission einberufene Expertengremium eine Empfehlung abgeben, ob ein gesetzliches Mindestalter für Social Media auch in der EU nötig ist. Die beiden Autoren des Berichts sind der deutsche Forscher Jörg Fegert und die französische Wissenschaftlerin Maria Melchior.

Österreich plant nationale Lösung

Auch in Österreich tut sich etwas: Die Regierung kündigte ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige an. Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) sprach von einer Einführung noch zum Schulbeginn im Herbst. Gleichzeitig betont man im Bundeskanzleramt, dass "nationale Insellösungen innerhalb der EU nicht zielführend" seien.

Die EU arbeitet bereits an technischen Lösungen. Eine App zur Altersverifikation wird in mehreren Ländern getestet. Sie soll es ermöglichen, das Alter anonym zu überprüfen, ohne persönliche Daten wie Name oder Geburtsdatum zu speichern.

Datenschützer warnen

Nicht alle sind von der Idee begeistert. Datenschutzexperten warnen vor großen Gefahren für die Privatsphäre. "Sobald eine Altersverifikation an einen Identitätsnachweis gekoppelt ist, ist das anonyme und freie Internet Geschichte", warnt Thomas Lohninger von epicenter.works.

Ein Gesetzesvorschlag aus Brüssel wird spätestens im Herbst erwartet. Die Entscheidung liegt letztlich bei der EU-Kommission, inwiefern man den Empfehlungen der Fachleute folgt.

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