Unverhohlene Drohung an Orban

"Inakzeptabel" – jetzt geht EU-Spitze auf Selenskyj los

Die EU-Kommission kritisiert Drohungen des ukrainischen Präsidenten Selenskyj gegen Ungarns Regierungschef Orban als "inakzeptabel".
Newsdesk Heute
06.03.2026, 14:40
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Die EU-Kommission hat die Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegenüber dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban im Streit um russische Öllieferungen scharf kritisiert. Ein Sprecher der EU-Kommission, Olof Gill, sagte am Freitag: "Diese Art der Sprache ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben."

Er betonte außerdem: "Unser Ziel ist, alle dazu zu bringen, sich ein wenig zu beruhigen, die Rhetorik zu mäßigen" und gemeinsame Ziele zu erreichen.

Selenskyj hatte Orban am Donnerstag gewarnt, nachdem Ungarn ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro blockiert hatte. Der ukrainische Präsident sagte: "Wir hoffen, dass nicht eine einzige Person innerhalb der EU die 90 Milliarden blockieren wird. Andernfalls werden wir die Adresse dieser Person an unsere Streitkräfte, an unsere Jungs weitergeben." Er drohte weiter, dass sie dann "mit ihm in ihrer eigenen Sprache" sprechen würden.

Ungarn pflegt trotz der seit vier Jahren anhaltenden russischen Angriffe auf die Ukraine weiterhin enge Beziehungen zu Moskau. Der rechtsnationale Regierungschef Viktor Orban blockiert nicht nur das EU-Darlehen für die Ukraine, sondern auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland.

Orban rechtfertigt die Blockade mit den unterbrochenen Öllieferungen aus Russland nach Ungarn. Die Druschba-Pipeline, die russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei bringt, wurde laut ukrainischen Angaben im Jänner bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt. Ungarn und die Slowakei werfen Selenskyj vor, die Reparaturen an der Leitung absichtlich zu verzögern.

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