Jugendschutz

Erst ab 16? EU fordert Mindestalter für Soziale Medien

Das EU-Parlament fordert strengere Altersgrenzen für soziale Medien und will suchtgefährdende Online-Praktiken künftig verbieten.
Newsdesk Heute
26.11.2025, 14:52
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Das EU-Parlament will ein Mindestalter für soziale Medien, Videoplattformen und KI-Freunde einführen. Am Mittwoch haben die Abgeordneten in Straßburg mit großer Mehrheit einen Text beschlossen. Damit soll die Nutzung dieser Dienste vor dem 13. Geburtstag auch dann verboten sein, wenn die Eltern zustimmen würden. Die EU-Kommission wird vom Parlament bestärkt, digitale Lösungen für die Altersüberprüfung zu entwickeln.

Außerdem fordert das Parlament von der Kommission, süchtig machende Online-Praktiken und Funktionen mit Glücksspiel-Charakter zu verbieten. Seiten, die sich nicht an die EU-Regeln halten, sollen gesperrt werden. Als Grund werden "Risiken für die psychische Gesundheit" und die "zunehmende Abhängigkeit von Kindern und Jugendlichen von den sozialen Medien" genannt.

Laut einem Bericht des Parlaments schauen 78 Prozent der 13- bis 17-Jährigen mindestens einmal pro Stunde auf ihr Handy. Ein Viertel der Minderjährigen zeigt dabei ein "problematisches" oder "dysfunktionales" Verhalten bei der Smartphone-Nutzung.

Der CDU-Europaabgeordnete Andreas Schwab sagt, die Maßnahmen stärken Eltern und sorgen für "altersgerechte, sichere Online-Erfahrungen". Europa brauche Regeln, "die mit der Dynamik der digitalen Welt Schritt halten".

Mit diesem Schritt erhöht das Parlament den Druck auf die Onlinedienste. Die EU-Kommission hat bereits eine Diskussion darüber gestartet, solche Maßnahmen auf EU-Ebene einzuführen. Ein Expertengremium soll Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bis Ende des Jahres Vorschläge machen. Von der Leyen selbst unterstützt solche Mindestalter-Regeln.

Die EU-Länder sind in dieser Frage nicht einig, aber die Idee bekommt immer mehr Zuspruch. Dänemark und vier weitere Länder testen schon eine Software, die das Alter kontrolliert. Die App speichert das Geburtsdatum des Handy-Besitzers und blockiert alle Inhalte, die nur für Ältere gedacht sind – ohne persönliche Daten an die Plattformen weiterzugeben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 26.11.2025, 16:10, 26.11.2025, 14:52
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