Aktienfonds, ETFs, Altersvorsorge: Das Europaparlament hat Regeln für Influencer gefordert, die im Internet Werbung für solche Finanzprodukte machen. Ein entsprechendes Positionspapier erhielt am Donnerstag die Zustimmung der Abgeordneten.
Darin fordern sie unter anderem, dass die Influencer bezahlte Werbepartnerschaften klar kennzeichnen müssen. Sie sollen zudem Interessenkonflikte offenlegen.
Informationen zu Finanzen auf Tiktok und Instagram müssten "denselben Standards entsprechen wie von Bankberaterinnen und Bankberatern", forderte der deutsche SPD-Europaabgeordnete René Repasi.
"Für viele, besonders junge Menschen, sind soziale Medien die wichtigste Quelle für Finanzinformationen und Anlageentscheidungen", betonte er. Die Abgeordneten begrüßen in ihrem Positionspapier, dass die Influencer einem breiteren Publikum Zugang zu Informationen über Finanzprodukte verschaffen - dies reiche aber nicht aus.
Die EU-Kommission muss sich nun mit den Forderungen aus dem Parlament befassen, sie sind allerdings nicht bindend. Ob konkrete Gesetzesvorschläge daraus hervorgehen, ist deshalb noch unklar.