Plattwürmer, Flusskrebse und Hornissen - durch den globalen Handel und Tourismus finden gebietsfremde Tierarten ihren Weg in völlig neue Ökosysteme. Dort können sie das biologische Gleichgewicht empfindlich stören und einheimische Arten verdrängen.
Um die heimische Tierwelt zu schützen, hat die EU eine Liste mit über 40 invasiven Arten erstellt. Für alle Tiere auf dieser Liste gelten strenge Verbote.
Wie chip.de berichtet, dürfen die betroffenen Arten weder in die EU eingeführt noch gehalten, gezüchtet, transportiert, verwendet, getauscht oder freigesetzt werden. Besonders Aquarien-Fans müssen aufpassen, denn einige beliebte Fischarten stehen auf der Liste.
Folgende Fischarten sind in der Europäischen Union verboten und wurden dennoch bereits im Handel und Privatbesitz nachgewiesen: Argus-Schlangenkopffisch, Zebra-Killifisch, westlicher und östlicher Mosquitofisch, Amerikanischer Seebarsch, Gestreifter Korallenwels, Schwarzer Zwergwels, Sonnenbarsch, Amurgrundel und Blaubandbärbling.
Neben Fischen und verschiedenen Flusskrebs-Spezies stehen auch diverse Feuerameisen aus Südamerika auf der Verbotsliste. Diese wurden allerdings noch nicht wild lebend nachgewiesen. Anders sieht es bei der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) aus - sie ist bereits in freier Wildbahn angekommen. Wer dieses Insekt sichtet, sollte es unbedingt den Behörden melden.