Die EU macht jetzt ernst und hat den Weg für Sanktionen gegen Einzelpersonen und Organisationen im Iran freigemacht. Grund dafür ist die Blockade der für den Welthandel so wichtigen Straße von Hormus. "Die Maßnahmen des Iran gegen Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verstoßen gegen das Völkerrecht", erklärte am Freitag der Europäische Rat.
Der Rat hat beschlossen, die bestehenden Sanktionen gegen den Iran auszuweiten. Die Maßnahmen treffen jetzt auch "Personen und Organisationen", "die an den Handlungen des Iran beteiligt sind", welche die Freiheit der Schifffahrt in der Region bedrohen.
Unter den möglichen Sanktionen sind Einreise- und Durchreiseverbote in der EU sowie das Einfrieren von Vermögenswerten. Außerdem dürfen europäische Unternehmen und Bürger keine Geschäfte mit Leuten machen, die auf der Sanktionsliste stehen. Wer genau betroffen ist, hat die EU aber noch nicht verraten.
Der Iran blockiert die für den Handel mit Öl und Flüssiggas extrem wichtige Straße von Hormus seit Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar fast komplett. Das hat die Weltmärkte ordentlich durcheinandergebracht und die Preise für Öl und Sprit nach oben getrieben. Die USA reagierten ihrerseits mit einer Seeblockade gegen iranische Häfen. Seit 8. April gibt es in dem Konflikt eine brüchige Waffenruhe.