Die EU hat ernst gemacht: Mit der Einführung von Zöllen auf billige Pakete aus China sind die Importzahlen der beliebten Billigplattformen deutlich zurückgegangen.
Innerhalb von nur zwei Monaten sanken die Bestellungen um 30 bis 40 Prozent.
Gleichzeitig ändert sich das Kaufverhalten: Die durchschnittlichen Warenkörbe sind bei Temu um 30 Prozent und bei AliExpress um 27 Prozent gestiegen. Die Kunden bestellen offenbar seltener, dafür aber mehr auf einmal – wohl um die Abgabe zu umgehen.
Wie Utopia berichtet, zeigt sich der EU-Zoll bereits nach kurzer Zeit als voller Erfolg. Durch das geringere Marktvolumen und die größeren Warenkörbe sinkt der Verpackungsmüll erheblich. Weniger Pakete werden von China nach Europa transportiert – ein klarer Sieg für den Klimaschutz.
Temu und Shein stehen schon länger in der Kritik. Neben dem Verpackungsmüll beklagen Verbraucherschützer und Politiker geringe Produktqualität, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen. Auch die Arbeitsbedingungen in der Lieferkette gelten als intransparent.
Im Februar leitete die EU-Kommission zudem ein formelles Verfahren gegen den Billiganbieter Shein ein. Die neuen Zölle dürften den Druck auf die chinesischen Plattformen weiter erhöhen.