Beim Österreichischen Eishockey-Verband gehen die Wogen hoch. Nach internen Konflikten, finanziellen Problemen und der zuletzt bekannt gewordenen Kritik rund um den Umgang mit den Frauen-Nationalspielerinnen formiert sich im Hintergrund Widerstand gegen die aktuelle Führung.
Laut "Kurier" arbeitet eine Gruppe an einem Neustart. Für das Präsidentenamt soll dabei ein prominenter Name im Gespräch sein: Ex-Bundeskanzler Christian Kern. Eine Zusage gibt es demnach noch nicht.
Der Druck auf den amtierenden Boss Klaus Hartmann steigt damit enorm. Für einen Wechsel an der Spitze wären ein freiwilliger Rückzug oder ein Misstrauensantrag nötig – in Folge die Präsidiumswahl durch ICE-Klubs, Frauen-Vereine und Landesverbände.
Doch der geplante Umbau soll nicht nur das Präsidentenamt betreffen. Geplant seien unter anderem Beiräte mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Medien. Genannt werden Medienmanager Michael Berger sowie der frühere Sektionschef im Sportministerium, Philipp Trattner. Auch mehrere Konzernvorstände sollen im Gespräch sein.
Damit könnte der ÖEHV einen ähnlichen Weg wie der ÖFB einschlagen. Dort hatte im April 2025 Ex-Vizekanzler Josef Pröll das Präsidentenamt nach turbulenten Monaten, die von Streits und Machtkämpfen geprägt waren, übernommen und den Verband in ruhigere Gewässer geführt.