Österreichs Frauen-Nationalteam ist mit nur 21 Spielerinnen zum Turnier in die Slowakei gereist. Zahlreiche Leistungsträgerinnen fehlen bewusst, nachdem im Streit mit dem ÖEHV weiterhin keine Einigung erzielt werden konnte. Insgesamt haben elf Spielerinnen Konsequenzen gezogen.
Die von der younion-Sportgewerkschaft unterstützten Spielerinnen fordern professionellere und faire Rahmenbedingungen. Bereits im März übermittelten sie dem Verband neun Verbesserungsvorschläge. Im Vorfeld der im November steigenden A-WM spitzt sich der öffentlich ausgetragene Streit nun immer mehr zu. Laut Gewerkschaft fehlen trotz zahlreicher Gespräche weiterhin konkrete schriftliche Zusagen.
Mit Kapitänin Anna Meixner, Theresa Schafzahl, Antonia Matzka, Charlotte Wittich und Annika Fazokas fehlen mehrere Schlüsselspielerinnen. Einige von ihnen drohen sogar mit einem Boykott der A-WM in Dänemark, an der Österreich erstmals teilnehmen wird.
Der ÖEHV betont unterdessen, eine Eskalation vermeiden zu wollen. Während des Lehrgangs soll weiter nach einer Lösung gesucht werden. Das dezimierte Team bestreitet in Bardejov Testspiele gegen die Slowakei, die Niederlande und Italien.
Unterstützung erhalten die Spielerinnen von Marco Rossi. Der NHL-Star stellt sich am Montag im Rahmen eines Medientermins in St. Pölten öffentlich hinter sie: "Wer unser Land vertritt und alles für diesen Sport gibt, verdient Respekt, Wertschätzung und die bestmögliche Unterstützung."