Liechtenstein droht im kommenden Winter komplett von der Weltcup-Bühne zu verschwinden. Nach dem Rücktritt von Marco Pfiffner steht bereits fest, dass das kleine Ski-Land bei den Herren keinen Fahrer mehr auf höchster Ebene stellt.
Jetzt hängt alles von Charlotte Lingg und ihrer Zukunft ab. Die Technikspezialistin wäre bei den Frauen die verbliebene Kandidatin.
Doch auch hinter ihren Einsätzen steht noch ein Fragezeichen. Lingg musste zuletzt verletzungsbedingt pausieren. Sollte auch sie im kommenden Winter nicht antreten können, wäre Liechtenstein erstmals seit Bestehen des Weltcups komplett ohne Starter.
Das wäre für Liechtenstein ein historischer Einschnitt. Seit der Einführung des alpinen Ski-Weltcups im Jahr 1967 war die Nation stets vertreten. Trotz ihrer geringen Größe brachte sie immer wieder Athleten hervor, die im internationalen Skisport für große Erfolge sorgten.
Allen voran Hanni Wenzel prägte die erfolgreichste Ära. Dazu kamen Größen wie ihr Bruder Andreas Wenzel, Marco Büchel und später Tina Weirather, die Liechtenstein über Jahre in der Weltspitze vertraten.
Nun ist zumindest bei den Männern vorerst Schluss. Pfiffner hatte kürzlich mit 32 Jahren seine Karriere beendet. Zuvor war der Speed-Spezialist aus dem Kader gestrichen worden und hätte die Finanzierung einer weiteren Weltcup-Saison selbst stemmen müssen.