Marco Pfiffner zieht mit 32 Jahren einen Schlussstrich. Der Skirennläufer aus Liechtenstein stellt die Rennski ins Eck. Nachdem Pfiffner bei vier Olympischen Spielen und sechs Weltmeisterschaften an den Start gegangen ist, den großen Durchbruch aber nie geschafft hatte. Insgesamt schaffte es der Allrounder in seiner so langen Karriere bloß dreimal bei Weltcuprennen in die Punkteränge. Nun schwingt er ab.
"Es ist Zeit, dieses wundervolle Kapitel zu schließen. Die Leidenschaft bleibt", schrieb der Liechtensteiner auf Instagram zu einem Video, das einige Höhepunkte der Karriere des Liechtensteiners zeigt. "Ich durfte meinen Traum leben, Liechtenstein auf dem höchsten Niveau vertreten und mich mit den Besten der Welt messen. Dafür bin ich unendlich dankbar", so Pfiffner weiter.
Ganz freiwillig soll der Abschied allerdings nicht erfolgt sein, hatte zumindest das "Liechtensteiner Vaterland" berichtet. Pfiffner hatte zuvor seinen Kaderstatus im Liechtensteiner Verband verloren. Die Karriere fortzusetzen, wäre ohne die finanzielle Unterstützung des Verbandes nicht machbar gewesen. Eigentlich hatte Pfiffner geplant, die Ski-WM 2027 in Crans-Montana (Schweiz) noch mitzunehmen. "Skifahren war immer mein Ein und Alles, bis zum Schluss und dieser Sport wird für immer ein Teil von mir bleiben", sagte der 32-Jährige.
Durch den Pfiffner-Abgang kommt es im Weltcup allerdings zu einer Neuerung, die es davor noch nie gegeben hatte: Denn seit dem ersten Weltcup-Rennen am 5. Jänner 1967 wird Liechtenstein erstmals kein Ski-Ass auf allerhöchstem Niveau stellen – weder bei den Männern noch bei den Frauen. Das hat es in knapp 60 Jahren Weltcup noch nie gegeben.
Mit Charlotte Lingg hat eine 27-jährige Läuferin noch den Nationalkader-Status beim Liechtensteiner Verband. Doch nach einer Verletzung steht das Comeback beim Weltcup-Auftakt in Sölden Ende Oktober in der Schwebe.