Der Familienurlaub am Lac d'Annecy in den französischen Alpen nahm für Ex-Ski-Star Chemmy Alcott eine dramatische Wendung. Die frühere britische Skirennfahrerin sprang von einem rund fünf Meter hohen Turm ins Wasser – und verletzte sich dabei schwer.
Alcott versuchte einen Vorwärtssalto, unterschätzte jedoch die Rotation. Statt sauber einzutauchen, krachte die vierfache Olympia-Teilnehmerin mit voller Wucht auf die Wasseroberfläche.
Auf Instagram veröffentlichte die 44-Jährige ein Video des missglückten Sprungs. Dazu schilderte sie mit Galgenhumor die Folgen: "Die meisten Menschen timen einen Vorwärtssalto von einer fünf Meter hohen Plattform schlecht und bekommen einfach kurz keine Luft."
Bei ihr ging der Unfall deutlich schlimmer aus: "Lungenkollaps, Thoraxdrainage und eine sehr teure Lektion in Sachen Rotation." Im Krankenhaus wurde ihr eine Drainage gelegt, mehrere Nächte musste Alcott in der Klinik verbringen.
"Es stellt sich heraus, dass fünf Meter doch ziemlich hoch sind, um festzustellen, dass man die Rotation falsch eingeschätzt hat", kommentierte sie ihren Unfall.
Kurios: Unmittelbar nach dem heftigen Aufprall stieg Alcott noch einmal auf den Turm. Aus Verlegenheit wollte sie den missglückten Versuch offenbar nicht auf sich sitzen lassen – und sprang ein zweites Mal.
Erst danach bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. Sie könne noch immer nicht richtig atmen und sollte das wohl untersuchen lassen, schilderte sie später den Moment. Im Krankenhaus stellten die Ärzte schließlich den Lungenkollaps fest.
Alcott nahm für Großbritannien an vier Olympischen Winterspielen teil: 2002, 2006, 2010 und 2014. Nach ihrer aktiven Karriere wechselte sie ins Fernsehen und arbeitet heute unter anderem als Ski-Expertin für die BBC.