Kehrt Marcel Hirscher ausgerechnet in Sölden auf die große Ski-Bühne zurück? Der 37-Jährige arbeitet nach seinem Kreuzbandriss weiter an der Rückkehr in den Weltcup. Ein Start beim Riesentorlauf am 25. Oktober ist offenbar möglich. Hinter den Bedingungen für sein Comeback steht allerdings noch ein großes Fragezeichen.
Im Mittelpunkt steht die Wildcard, von der Hirscher bereits bei seiner ersten Rückkehr 2024 profitierte. Im Mai hatten Berichte für Aufsehen gesorgt, wonach der achtfache Gesamtweltcupsieger diese Sonderregelung künftig verlieren könnte.
Entschieden ist allerdings noch nichts. Wie die "Krone" berichtet, verhandelt der niederländische Skiverband derzeit mit der FIS über eine neuerliche Wildcard für Hirscher. Mit einer Entscheidung sei frühestens im September zu rechnen.
Für einen Start beim Riesentorlauf in Sölden soll das allerdings nicht entscheidend sein. Dem Bericht zufolge würde Hirscher dort auch ohne Sonderregelung antreten. Im Slalom sieht die Sache offenbar anders aus – ob er sich dort auch mit einer deutlich schlechteren Startnummer ins Rennen stürzen würde, ist offen.
Die Wildcard hat für den Ski-Star einen entscheidenden Vorteil: Statt weit hinten im Feld starten zu müssen, darf er unmittelbar nach den Top 30 ins Rennen gehen. Gerade bei schlechter werdenden Pistenverhältnissen kann das einen großen Unterschied machen.
Hirscher hatte diese Regelung bereits bei seinem Comeback 2024 genutzt. Damals bestritt er für die Niederlande die Weltcup-Rennen in Sölden, Levi und Gurgl. Wenig später folgte der schwere Rückschlag: Im Dezember 2024 riss sich der Salzburger das Kreuzband.
In der vergangenen Saison verzichtete er schließlich komplett auf Renneinsätze. Sein Knie sei noch nicht wieder bei 100 Prozent gewesen. "Es ist schon überraschend, wie lange es dauert", sagte Hirscher im Juni über den langwierigen Heilungsprozess.