Ex-Kanzler Kurz meldet sich mit neuer Botschaft zu Wort

Ex-Kanzler Kurz will beweisen, dass die Vorwürfe gegen ihn "falsch" seien.
Ex-Kanzler Kurz will beweisen, dass die Vorwürfe gegen ihn "falsch" seien.GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com
Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich am Mittwoch nach langer Stille zu Wort gemeldet. Er verteidigt weiter den Regierungsposten der ÖVP.

"Was unser Land jetzt braucht, ist Stabilität, anstatt einem 4-Parteien-Experiment! Mit Bundeskanzler Alexander Schallenberg und dem Regierungsteam der Volkspartei können die Regierungsvorhaben weiter umgesetzt und alle Menschen, die in Österreich Leistung erbringen, spürbar entlastet werden." Das ist das Statement, das Ex-Kanzler Sebastian Kurz auf seiner Facebook-Seite teilt. Und: "Die Menschen in Österreich haben es verdient, dass sich die Politik nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern für die Bevölkerung arbeitet!"

Es ist seit Tagen das erste Statement des über einen mutmaßlichen SMS- und Chat-Skandal um Inserate und frisierte Umfragen gestolperten Kanzlers – für ihn sowie alle anderen mutmaßlich Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung. Zuvor gab es einzig eine schriftliche Stellungnahme zur Amtsübernahme durch Alexander Schallenberg von Sebastian Kurz. Auch bei seiner Wahl zum ÖVP-Klubchef – der bisherige, nämlich August Wöginger ist nun sein Stellvertreter – ließ sich Kurz nicht in der Öffentlichkeit blicken. 

Zieht er weiter die Strippen?

Und der neue Kanzler, Alexander Schallenberg, wird er von Sebastian Kurz als "Schattenkanzler" weiter gesteuert? Dieser Frage musste sich Schallenberg am Mittwoch im ersten Interview mit "Bild" stellen. "Wir arbeiten seit Jahren zusammen, Sebastian Kurz und ich", so Schallenberg, "wir werden uns absprechen". Doch wer hat das letzte Wort? "Ich trage die Verantwortung gegenüber Parlament und Volk, und diese Verantwortung werde ich auch wahrnehmen", so Schallenberg.

Und wenn seine Amtszeit endet, kehre Kurz dann möglicherweise als Kanzler zurück? "We'll cross that bridge when we get there", so Schallenberg, man werde sich damit beschäftigen, wenn es soweit sei. Auch seine Partei scheint weiter geschlossen hinter Kurz zu stehen: In geheimer Wahl erreichte der neue Klubobmann 100 Prozent der abgegebenen ÖVP-Stimmen. Sein Credo: "Die Vorwürfe gegen mich sind falsch und ich werde das beweisen."

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