"Fühle mich als Opfer"

Ex-Mann ruiniert Tennis-Legende – 36 Millionen sind weg

Sie gewann vier Grand-Slam-Titel und verdiente Millionen. Jetzt erzählt Arantxa Sánchez Vicario, wie sie ihr gesamtes Vermögen verlor.
Sport Heute
25.07.2026, 22:30
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Noch immer kämpft die ehemalige Weltranglistenerste Arantxa Sánchez Vicario mit den Folgen ihres finanziellen Ruins. Die heute 54-jährige Spanierin spricht nun erstmals offen darüber, wie es dazu kam.

Nach eigenen Angaben brachte ihr Ex-Mann sie um ihr auf rund 36 Millionen Euro geschätztes Vermögen. "Ich habe ihm vertraut, weil er der Vater meiner Kinder war", sagte Sánchez Vicario in der spanischen Fernsehsendung Universo Calleja.

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Was ist passiert?

Sánchez Vicario gehörte einst zu den bestbezahlten Tennisspielerinnen der Welt. Im Interview schildert die vierfache Grand-Slam-Siegerin, wie ihr finanzieller Absturz zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen führte. Für das Verschwinden ihres Vermögens macht sie ausschließlich ihren Ex-Mann Josep Santacana verantwortlich.

Das Paar war von 2008 bis 2019 verheiratet und hat zwei Kinder. 2023 gerieten die ehemaligen Eheleute ins Visier der Justiz. Ihnen wurde vorgeworfen, Vermögenswerte verschleiert zu haben, um eine Millionenschuld bei der Banque de Luxemburg zu umgehen. Ein Gericht in Barcelona verurteilte Sánchez Vicario 2024 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe.

"Ich habe mich Hals über Kopf verliebt. Aber er war nicht der Mensch, für den ich ihn gehalten habe", sagte die frühere Tennis-Ikone. Sie habe sich vollständig auf ihre Karriere konzentriert und sich nie um ihre Finanzen gekümmert. "Ich wusste nicht, wie das geht." Irgendwann sei dann "das Geld weg" gewesen.

Hilfe von Freunden

Heute ist Sánchez Vicario nach eigenen Angaben auf die finanzielle Unterstützung von Freunden angewiesen. Um eine Gefängnisstrafe zu vermeiden, akzeptierte sie die Auflagen des Gerichts: 50 Prozent ihrer künftigen Einkünfte fließen in die Rückzahlung der ausstehenden Schulden bei der Banque de Luxemburg in Höhe von rund elf Millionen Dollar.

"Ich füge mich, obwohl ich mich innerlich als Opfer fühle", sagte sie. Inzwischen versucht sich Sánchez Vicario in den USA ein neues Leben aufzubauen. Sie arbeitet dort als Tennistrainerin und kommt gleichzeitig den vom Gericht auferlegten finanziellen Verpflichtungen nach.

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